Neue Gottesdienstordnung ab Pfingsten

Die Kirchenfenster von St. Michael Niederjosbach. Foto: EZ-Archiv

Die Pfarreien Eppstein und Hofheim-Kriftel bereiten sich intensiv auf die zum 1. Januar 2023 anstehende Fusion vor.

Pfarrer Helmut Gros teilte mit, dass sich neben etlichen Themen-Arbeitsgruppen zur Vorbereitung im Pastoralen Raum auch eine für die Gottesdienstordnung gebildet hat mit Mitgliedern aus beiden Pfarreien. In dieser Arbeitsgruppe (AG) wurde eine neue Gottesdienstordnung erarbeitet und dabei, so Gros, auch viele Besonderheiten in den Kirchorten berücksichtigt. Der Pastoralausschuss und die Pfarrgemeinderäte haben bereits zugestimmt. Etliche Veränderungswünsche und Sonderwünsche seien, so Gros, dabei aufgenommen worden.

Gros weist darauf hin, dass durch die überraschende Versetzung von Pater Gaspar aus Eppstein die Umstrukturierung nun zeitiger als zum Gründungstermin der Pfarrei „neuen Typs“ erforderlich sei. Daher habe es sich angeboten, die neue Gottesdienstordnung mit dem Pfingstfest einzuführen und nicht erst, wie ursprünglich geplant, zum ersten Advent. „Damit können wir die Sommermonate dazu nutzen aufeinander zuzugehen, einander in den jeweiligen Kirchorten zum Gottesdienst und vielleicht noch anschließend vor der Kirchentüre zu begegnen und so mehr und mehr zusammenwachsen,“ sagt Gros, der sich bereits nach einigen Gottesdiensten in Eppsteiner Kirchorten den Fragen der Gottesdienstbesucher gestellt hat. Als Beispiel für die weiteren Aufgaben nennt er eine gemeinsame Homepage, den Aufbau einer Verwaltungsebene, eine Firmung und Zusammenarbeit in der Erstkommunion.

Drei Kriterien liegen der neuen Gottesdienstordnung laut Gros zugrunde: Sie müsse verlässlich, realistisch und zusammenführend sein. Dementsprechend wurde die Gottesdienstordnung auf die derzeit von der Diözese zugeteilten drei Priester abgestimmt. Wie realistisch die neue Ordnung ist, wisse niemand, denn keiner wisse, wie sich die Zahl der Gläubigen und die der Priester entwickelt. Mit einem großen Aufschwung bei den Kirchen sei in den nächsten Jahren nicht zu rechnen.

Künftig werde nicht mehr jeden Sonntag an jedem Ort eine Messe stattfinden, die Kirchorte jedoch in Tandems zusammengefasst und so Gottesdienste im Wechsel eingeführt. Dabei, so Gros, werde die Bedeutung des Wortes „katholisch“, das im Griechischen „allgemein gültig“ bedeutet, noch einmal deutlich: Kirche bestehe nicht nur am Ort, sondern auch über die Ortsgrenzen hinaus. Größere, zentrale Veranstaltungen böten außerdem die Möglichkeit, sich in einer großen Gemeinschaft kennen und schätzen zu lernen.

So gibt es nach Pfingsten sonntags je zwei Gottesdienste in Eppstein, einen um 9 und einen um 11 Uhr, allerdings an wechselnden Kirchorten. In Eppstein und Niederjosbach wird jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat die heilige Messe gefeiert, in Ehlhalten und Vockenhausen, jeden ersten, dritten und gegebenenfalls am fünften Sonntag im Monat. Der Gottesdienst samstagabends um 18 Uhr in Bremthal bleibt unverändert.

Die großen Kirchenfeste wie Himmelfahrt, Fronleichnam oder Pfingsten werden nicht mehr in jedem Stadtteil oder Kirchort gefeiert, sondern immer im Wechsel in einem der fünf Kirchorte. Zu Himmelfahrt gibt es eine Vorabendmesse im jährlichen Wechsel in Bremthal oder Niederjosbach, der Gottesdienst an Himmelfahrt selbst wird im Wechsel in Eppstein oder Vockenhausen gefeiert. Zu Fronleichnam gibt es einen zentralen Gottesdienst mit Prozession, der von Ort zu Ort rotierend, jedes Jahr in einem anderen Stadtteil gefeiert wird. Dieses Jahr ist erstmals Bremthal der zentrale Ort für die Messe an Fronleichnam. Ähnlich werden die Gottesdienste an Weihnachten und Ostern organisiert. bpa

Kommentare

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
15 + 3 =
Lösen Sie diese einfache mathematische Aufgabe und geben das Ergebnis ein. z.B. Geben Sie für 1+3 eine 4 ein.


X