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Lernen dürfen: Mit Alphabetisierung Frauenrechte stärken

Insbesondere junge Frauen melden sich für die Alphabetisierungskurse in der Falaise an – ein toller Erfolg für mehr Selbstbewusstsein und eine bessere Zukunft. Foto: Claudia Papenhausen

In den vergangenen Monaten hat Claudia Papenhausen fleißig Spenden gesammelt für das Alphabetisierungsprogramm des Vereins „Lernen dürfen“. 12 596 Euro hat Papenhausen schon für die neuen Alphabetisierungsklassen für junge Erwachsene in der abgelegenen Falaise Gobnangou gesammelt.

1048 meist junge Erwachsene haben sich dafür angemeldet. 18 Euro kostet der Unterricht für einen Schüler pro Jahr. „Uns fehlt noch das Schulgeld für 386 Lernwillige, also knapp 7000 Euro“, berichtete die Vereinsvorsitzende wenige Tage vor Weihnachten – leider zu spät für unsere Weihnachtsausgabe, aber nicht zu spät, um das neue Jahr mit einer guten Tat zu beginnen.

„Wenn jeder Eppsteiner Haushalt nur einen Euro bezahlen würde, hätten wir das Schulgeld für die 386 Menschen in Burkina Faso zusammen“, rechnet Papenhausen vor und weist auf das Spendenkonto des Vereins bei der Nassauischen Sparkasse hin: DE64 5105 0015 0225 0759 77, Stichwort „Alphabetisierung“.

In den vergangenen neun Jahren wurden, unter anderem von „Lernen dürfen“, wie berichtet, mehrere Schulen in der Falaise Gobnangou errichtet und eine ganze Region mit Bildungsangeboten versorgt.

Exemplarisch dafür steht, dass die Analphabetenquote 2009 in der Falaise bei über 90 Prozent lag. Inzwischen gibt es flächendeckend Grundschulen für alle Kinder und die Zahl der lernbegierigen Erwachsenen, die sich für einen der Alphabetisierungskurse anmelden, steigt seit Jahren steil an. „In einigen Jahren gibt es keine Kinder mehr, die nicht die Chance hatten, eine Schule zu besuchen“, sagt Papenhausen.

In den Klassen für die Alphabetisierung Erwachsener wurden in den vergangenen neun Jahren über 4000, meist junge Menschen unterrichtet. Was Papenhausen dabei am meisten freut: Fast 80 Prozent der Schüler in den Alphabetisierungsklassen sind junge Frauen und junge Mütter, die vorher keine Gelegenheit hatten, eine Schule zu besuchen. Das Engagement der Schülerinnen ist groß. Die Abbrecherquote liegt bei unter einem Prozent. „Die Maßnahme ist also ein nahezu 100-prozentiger Erfolg“, betont Papenhausen, „und ein Beitrag, das Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken“.

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