Krippenspiele: Party für Jesus und ein Weihnachtsstern erzählt

Rund 30 Kinder tummelten sich beim Krippenspiel in der Ehlhaltener Kirche vor dem Altar und feierten eine Party zur Geburt Christi.Foto: privat

Rund 30 Kinder tummelten sich beim Krippenspiel in der Ehlhaltener Kirche vor dem Altar und feierten eine Party zur Geburt Christi.Foto: privat

Der Heilige Abend ist auch die Zeit der Krippenspiele. In Eppstein, Niederjosbach und Ehlhalten trafen sich die Kinder schon Wochen vorher, um die Geschichte der heiligen Nacht darzustellen.

In Ehlhalten begeisterten die Kinder die zahlreichen Besucher am 24. Dezember in der St.

Michael-Kirche mit einem stimmungsvollen und zugleich herzerwärmenden Krippenspiel. Martina Smolorz begrüßte die Anwesenden mit einfühlsamen Worten zur Einstimmung auf die Heilige Nacht, bevor die Musikgruppe den Gottesdienst feierlich mit dem Lied „Ihr Kinderlein kommet“ eröffnete.

Beim Krippenspiel wurden die Besucher mitten in eine lebhafte Kindergeburtstagsparty hineingenommen: Fröhlich feiernde Kinder stellten sich plötzlich eine entscheidende Frage – warum bekommen an Weihnachten eigentlich alle Kinder Geschenke, nur das Geburtstagskind Jesus nicht? Auf der Suche nach einem passenden Geschenk machten sich die Kinder auf den Weg.

Begleitet von mitreißenden Liedern wie „Weihnachten ist Party für Jesus“ und „Weihnachtsfieber“ suchten sie zunächst beim Weihnachtsmann und seinen Engeln vor dem Einkaufsparadies sowie in der Spielwarenabteilung – jedoch ohne Erfolg. Ratlos wandten sie sich schließlich an ihre Oma. Bei Tee und Plätzchen nahm diese die Kinder mit auf eine spannende Zeitreise zur Geburt Jesu.

Nach der Verkündung der Volkszählung durch einen römischen Boten mit feierlichem Trompeteneinzug machten sich Maria und Josef auf den beschwerlichen Weg nach Bethlehem. Erst beim dritten Gasthaus, dem „Goldenen Hirsch“, fanden sie Unterkunft – im Stall bei Ochse und Esel.

Auch die Hirten auf dem Feld, umringt von zahlreichen kleinen Schäfchen, staunten nicht schlecht, als ihnen die Engel erschienen. Mutig folgten sie dem hellen Stern bis zur Krippe. Mit dem Lied „Mitten in der Nacht“ kehrte die freudige Botschaft von Jesu Geburt zurück in Omas Wohnzimmer.

Dort erkannten die Kinder schließlich, dass Jesus sich über ganz andere Geschenke freut: darüber, dass seine Geschichte weitererzählt wird und Menschen nach seinem Vorbild leben. Den Höhepunkt fand das Krippenspiel mit dem getanzten Schlusslied „Das größte Geschenk“ von Sebastian Rochflitzer. Das Stück, nach einer Vorlage von Ina Ruckdeschel, wurde von rund 30 Kindern im Alter von drei bis 14 Jahren eindrucksvoll dargestellt. Sie überzeugten nicht nur schauspielerisch, sondern auch mit Gesang und einstudierten Choreografien. Möglich wurde die aufwändige Inszenierung dank Yvonne Frankenbach und Anke Georg, die mit ihrem Betreuerteam ein liebevoll gestaltetes Stück auf die Beine gestellt haben.

Nach einem lauten „Oh du fröhliche“, begleitet von der Musikgruppe, wollte der Applaus für die jungen Darsteller kaum enden.

Mit dem feierlichen Segen fand die Krippenfeier ihren Abschluss, bevor alle nach Hause zum Weihnachtsfest in den Familien gingen.

„Ihr Kinderlein kommet“ erklang es von der Orgel in der Niederjosbacher Kirche als Engelchen, Wirte, Hirten, Könige, Maria und Josef einzogen, um in der voll besetzten Kirche das Krippenspiel aufzuführen. In diesem Jahr waren sogar ein paar Sterne mit dabei. Nicht nur weil sie ein wichtiges Symbol für Weihnachten sind, sondern weil ein Stern vor mehr als 2000 Jahren eine tragende Rolle spielte.

Deshalb wurde die Geschichte diesmal aus der Sicht des Weihnachtssterns erzählt, der von der neunjährigen Felicia grandios gespielt wurde. Klein und Groß lauschten gebannt, wie Maria und Josef, gespielt von Mila und Emil, sich auf die Suche nach einer Herberge machten. Die parallel an die Kirchenwand projizierten Fotos von Maria und Josef an der S-Bahn Station „Bethlehem“, vor dem „Regiomaten“ und dem „Gasthaus zur Sonne“ zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der Zuschauer.

Mit so viel Bezug zur Moderne und dennoch ganz klassisch in Reimform hatten bisher wohl nur wenige der Besucher gehört, was damals in Bethlehem geschah. Mit traditionellen Liedern, die die Kinder mit viel Gefühl und Elan sangen, zauberten sie perfekte Weihnachtsstimmung in die Kirche.

„Geht jetzt heim in euer Leben, seid fröhlich und fürchtet euch nicht!“, mit diesen Worten schloss der Weihnachtsstern das Krippenspiel und die beiden jugendlichen Unterstützerinnen Mila und Liza verteilten Sternenlichter an die Krippenspiel-Kinder, die beim Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ wunderbar leuchteten.EZ

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