Kirchweih und Erntedankfest in Ehlhalten

Mit einem Gottesdienst im Freien feierten Ehlhaltens Katholiken ihre Kirchweih. Den Kerbebaum (re.) stellten die Kerbeburschen (unten) erstmals mit einem Kran auf.

Ehlhalten feierte zum ersten Mal seit Anfang März einen Sonntagsgottesdienst, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen war. Dies war möglich, weil der katholische Gottesdienst im Freien stattfand und nicht in der Kirche.

Dort stehen aufgrund der Corona-Auflagen zurzeit nur fünfzehn Plätze zur Verfügung. Der Ortsauschuss hatte die Rahmenbedingungen genau nach den Abstands- und Hygieneregeln vorbereitet. Schon früh am Morgen kamen deshalb seine Mitglieder sowie einige Kerbeburschen und -mädchen zusammen und stellten die Zelte für den Altar und Stühle für die Gottesdienstbesucher auf.

So versammelten sich am Sonntag des Ehlhaltener Kirchweihfestes die Gemeindemitglieder bei windigem Herbstwetter auf dem Dorfplatz statt in der Kirche. Mit Pater Gaspar und den Messdienern zogen die Kerbeburschen und -mädchen mit ihren Fahnen unter den Klängen der Ehlhaltener Blaskapelle ein. Sie mussten wegen der Pandemie Umzug und Kerbetanz absagen. Auf ihr Wahrzeichen wollten sie nicht verzichten und stellten ihren Kerbebaum statt mit zahlreichen Helfern ausnahmsweise mit einem Kran von MB Baumdienste auf. Ganz in der Nähe, neben der Versorgungshütte, errichteten sie für ihren vor einigen Wochen tödlich verunglückten Freund Max Hof einen eigenen Baum mit persönlichen Widmungen.

Pater Gaspar freute sich, den festlichen Gottesdienst unter freiem Himmel feiern zu können. In seiner Ansprache betonte er, wie wichtig die Gemeinschaft und das gemeinsame Tragen von Verantwortung seien. Außerdem hob er hervor, dass das Feiern von Festen ein wichtiger Bestandteil des Glaubens ist.

Die Kerbegesellschaft beteiligte sich an den Fürbitten. Kerbevadder Marius Krabbe eröffnete die Gabenprozession zum Erntedank. Er stellte seinen Bembel mit Apfelwein vor dem Altar ab und sprach über das Lachen und Singen, die Gemeinschaft und die Treffen der Kerbegesellschaft. Andere Gemeindemitglieder brachten einen Korb mit Früchten, Brot und Wein und ein Frühstücksbrett als Kraftspender für die tägliche Sorge und Arbeit.

Ein Buch und eine Kerze wurden für die Ruhe und Erholung sowie ein Spiel als Zeichen für die gute Gemeinschaft in der Familie vor den Altar gelegt. Es durfte zwar nicht gesungen werden, aber die Orgel und die Blaskapelle begleiteten durch die Eucharistiefeier.

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Lucia Kretschmer bei Martina Smolorz für 35 Jahre Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Pfarrgemeinde wird sich künftig etwas verlagern und die Leitung des Ausschusses Kinder, Jugend und Familien wird von nun an auf mehrere Schultern verteilt werden.

Als Dank für ihr unermüdliches Engagement erhielt Martina Smolorz einen Türkranz, dessen Blüten symbolisch für die verschiedenen Gebiete stehen, in denen sie im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit tätig war: Sternsingeraktion, Krippenspiele, Kinderfeste, Familientage und das Kartoffelfeuer. EZ

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