Kelterfest beim Obst- und Gartenbauverein gut besucht

Frisch aus der Kelter ins Glas – so chmeckt der Süße am bestend.

Die Apfelernte fällt in diesem Jahr recht unterschiedlich aus, erzählte Frank Niechciol vom Obst- und Gartenbauverein Niederjosbach.

Im Eppsteiner Stadtgebiet ist sie gut, nur wenige Kilometer weiter Richtung Wiesbaden-Medenbach jedoch hingen wenige Früchte an den Bäumen auf den Streuobstwiesen.

Für sein Kelterfest am Sonntag hatte der Verein vorsorglich 300 Liter frischen Most mit der großen hydraulischen Kelter gepresst und füllte ihn für die Besucher in Kanister oder Flaschen ab. Wegen des ungemütlichen Wetters hatte sich der Verein vor dem ehemaligen Gasthaus Zum grünen Tal an der Bezirksstraße unter Pavillons eingerichtet und konnte die ehemaligen Gasträume nutzen. „Das ist eine tolle Geste der Familie Heinz, die uns die Räume kurzfristig zur Verfügung stellte,“ freute sich Vereinsvorsitzender Michael Dörr über die Unterstützung. „Und auch die Niederjosbacher Vereine Feuerwehr und TuS haben uns tatkräftig beim Aufbau geholfen,“ dankte Dörr.

Eine kleine Handkelter und der handbetriebene Apfelhäcksler vor dem Gasthaus wurde vor allem von den Kindern mit Begeisterung und Ausdauer bedient und der frische Süße direkt aus der Kelter in Gläsern aufgefangen. Die Hüpfburg für Kinder fand im Obergeschoss im Vereinssaal Platz und wurde ebenfalls gerne genutzt. Im ehemaligen Gastraum verweilten die zahlreichen Besucher und genossen Krustenbraten mit Sauerkraut und Kartoffelstampf. Mehr als 100 Portionen gingen um die Mittagszeit über den Tresen. Grillmeister Carsten Süß hatte die Gasflasche auf Sparflamme gedreht, doch die hungrigen Besucher warteten geduldig, bis die Bratwürste knusprig gegrillt waren.

Ein üppiges Kuchenbüffet hatten die Vereinsmitglieder beigesteuert. Am Ende des Tages war es fast vollständig „verputzt“. Selbstgekochte Marmelade aus Mirabellen und Zwetschgen, Apfelessig und Honig aus Niederjosbacher Produktion fanden guten Absatz. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Tombola-Lose, bei der es Herbstblumen und Einkaufsgutscheine zu gewinnen gab, will der Verein eine eigene Korbkelter für Kinder anschaffen.

Zwischendurch konnten pralle, orangefarbene Kürbisse bemalt und vielfältige Apfelsorten bestaunt werden. Mindestens 60 unterschiedliche Apfelsorten gibt es im Eppsteiner Stadtgebiet, schätzt Imker Lars Zickwert, der seine Bienen an unterschiedlichen Orten aufstellt. Immerhin 20 verschiedene Apfelsorten waren am Sonntag in Körbchen mit ausführlicher Beschreibung ausgestellt, darunter auch die neue Zufallszüchtung von Zickwert, der „Gusbacher“. Vor zwanzig Jahren habe er den Kern eines Gala-Apfels eingepflanzt. Nach 19 Jahren trug das Bäumchen erstmals Früchte, erzählte der Imker aus Niederjosbach. Der Gusbacher ist aromatisch, aber die Schale grüner als die der bekannten Sorte Gala.

Im nächsten Jahr soll der beliebte Apfelwein-Wettbewerb wieder aufleben. „Nach der langen Pandemie-Pause wollten wir aber jetzt erst einmal ein Fest für alle machen“, erklärte Michael Dörr und freute sich, dass das Angebot so gut angenommen wurde.jp

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