Das Stiftungskapital erhöhte sich im vorigen Jahr leicht um 2000 Euro auf 228 325 Euro.
Ausgegeben wurden für sogenannte „satzungsgemäße Zwecke“ knapp 12 000 Euro, berichtete Schatzmeister Thomas Giese in seinem Rechenschaftsbericht vor der jährlichen Stifterversammlung.
Insgesamt gingen 20 750 Euro an Spenden ein, die für Einzelaktionen ebenso wie für fortlaufende Projekte ausgegeben werden dürfen: etwa die erste Eppsteiner Büchermesse, die Verschönerung von Stromkästen in allen Stadtteilen, die Ehlhaltener Woche, die Unterstützung für die Stadtbücherei und den Jugendpreis. Nicht immer wird in einem Betriebsjahr die gesamte Summe abgerufen, dann steht das Geld für die laufenden Jahre zur Verfügung.
Als einer der größten Posten schüttete die Stiftung für die Weihnachtshilfe für bedürftige Eppsteiner im vorigen Jahr 4500 Euro aus – Tatsächlich überwies die zuständige Mitarbeiterin bei der Stadt deutlich mehr Geld an Bedürftige: Hinzu kamen, wie berichtet, Mittel aus dem Treuhandfonds der Bürgerstiftung, dem Eppstein-Fonds für Kinder und Jugendliche, und von der katholischen Kirche, die eine größere Summe für Alleinerziehende spendete. Die Stadtbücherei schaffte für 3640 Euro neue Bücher an. Für die künstlerische Gestaltung der Stromkästen spendete die Stiftung im vorigen Jahr insgesamt 1125 Euro.
Gestiegen ist das Treuhandvermögen des Eppstein-Fonds zur Förderung bedürftiger Kinder und Jugendlicher. Die Bilanzsumme wuchs im vergangenen Jahr um 20 000 Euro auf 342 750 Euro an. Inklusive Anlagekapital und zweckgebundene und freie Rücklagen belief sich die Bilanzsumme beider Stiftungen zusammen auf 718 624 Euro. Dividenden und Gewinne wurden reinvestiert.
Mit einer Satzungsänderung, auf deren Genehmigung die Stiftung dringend hofft, möchte die Stiftung die Zahl der Vorstands- und Beiratsmitglieder flexibler gestalten und die Höhe des Stiftungsbetrag für neue Stifter von bisher 1000 auf 250 Euro senken. Damit will sie neue Stifter gewinnen – und Menschen, die sich engagieren. Außerdem soll damit die wichtigste Grundlage der Bürgerstiftung nachhaltig vergrößert werden: Das Stiftungskapital. Zinsausschüttungen aus dem Stiftungskapital sollen laut Satzung die eigentliche Quelle sein für laufende und künftige Projekte. Aktuell gibt es nach jahrelanger Null-Zins-Phase wieder Zinsen aufs Kapital; bei 3 Prozent wären das immerhin rund 6000 Euro pro Jahr.
5861 Euro schüttete der Treuhand-Fonds der Familie Löns im vorigen Jahr aus: 2375 als Weihnachtshilfe für bedürftige Kinder und Jugendliche, 1485 Euro für Nachhilfegruppen an der Burg-Schule. Die Summe für diese Betreuung sei deutlich angestiegen, hat Schatzmeister Thomas Giese festgestellt. Diese Unterstützung will die Stiftung auch der Comenius-Schule anbieten, um Hausaufgabenbetreuung in ganz Eppstein zu unterstützen. Einzelfallhilfen werden individuell vereinbart. 2025 waren das 560 Euro und 40 Euro für Schulmaterial für eine besonders bedürftige Familie. Für Schüler aus einkommensschwachen Familien gibt es Unterstützung beim Instrumentalunterricht: Rund 1300 Euro erhielt die Musikschule Eppstein-Rossert dafür im vorigen Jahr. bpa
Die Bürgerstiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und wird von Vorstand und Stiftungsbeirat gelenkt, deren Mitglieder ehrenamtlich arbeiten. Aktuell sucht sie Bewerber für den jedes Jahr ausgeschriebenen, mit 1000 Euro dotierten Jugendpreis – Bewerbungen einfach an u.hundhausen[at]t-online[dot]de oder an kilian.dambacher[at]gmail[dot]de richten.
Wichtige Entscheidungen werden in der jährlichen Stifterversammlung getroffen. 2025 wurde der Vorstand bis 2029 gewählt. Vorstandsvorsitzende ist Eva Waitzendorfer-Braun, ihr Stellvertreter Martin Pritsch und als weiteres Mitglied Ursula Hundhausen. Bürgermeister Alexander Simon gehört dem Vorstand kraft Amtes an. Vorsitzender des Stiftungsbeirats ist Dr. Christian Weiser, Stellvertreterin ist Sabine Bergold, Weitere Mitglieder sind Kilian Dambacher, Steffen Jurk, Dr. Peter Braun, Therese Heidenreich, Dr. Christina Cantzler, Dr. Christoph Striedter.

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