Familienzentrum: Leitung bald in neuen Händen

Lisa Strahlendorf hat uns ein Selfie aus Berlin geschickt.

Im Familienzentrum bahnt sich ein Wechsel an: Im April übernimmt Lisa Strahlendorf die Leitung des Familienzentrums der Talkirchengemeinde. Nach vier Jahren läuft Ute Herrmanns Arbeitsvertrag als Koordinatorin aus.

„Da nach der Corona-Pause ein Neuanfang nötig sein wird, bot sich der jetzige Zeitpunkt für einen Wechsel an der Spitze des beliebten Treffpunkts im Herzen Eppsteins an“, heißt es bei der Talkirchengemeinde als Trägerin der Einrichtung.

„Bald ist hoffentlich ein Neustart angesagt und den sollte jemand mit mehr Perspektive als ich so kurz vor der Rente angehen“, bilanziert Ute Herrmann. Mit Lisa Strahlendorf, die bereits als Praktikantin während ihres Studiums der Religionspädagogik das Familienzentrum kennengelernt hat, fand sich schnell eine Nachfolgerin. Die 30-jährige Studentin aus Vockenhausen sitzt gerade in Berlin an ihrer Bachelorarbeit und will im April unmittelbar nach ihrem Studienabschluss im Familienzentrum anfangen.

Ute Herrmann will weiterhin ehrenamtlich mit im Boot sein: „Eine Veranstaltung pro Woche würde ich gern übernehmen“, sagt die 62-jährige, die ursprünglich vorhatte, erst im nächsten Jahr in Rente zu gehen. Nach rund einjähriger Pause werde vieles anders und möglicherweise ganz neue Angebote nötig sein, glaubt Herrmann und gibt deshalb jetzt schon die Verantwortung ab. Digitalisierung werde auch ins Familienzentrum einziehen, glaubt sie, zum Beispiel bei Absprachen für Treffen und Veranstaltungen: „Dabei werden unsere Senioren professionelle Hilfe benötigen.“

Künftig wird es darum gehen, neue Konzepte zu entwickeln, weitere Zielgruppen zu erschließen. Erstes Ziel ist es, den Laden in Eppsteins Mitte, der wegen Corona monatelang ungenutzt blieb, bald wieder mit Leben zu füllen und als Ort der Begegnung zu öffnen.

Die liebevoll von Hand gespülten Sammeltassen, Einzelstücke mit Goldrand, zarten Blüten und Knospen oder Schmuckdekors aus den vergangenen Jahrzehnten sind derzeit ordentlich im Schrank gestapelt. Viele stammen aus den Beständen von Stammbesuchern und stehen damit symbolisch dafür, wie schnell das neue Zentrum in der Altstadt akzeptiert wurde. Nun warten sie darauf, wieder die monatlichen Kaffeerunden zu verschönern. Aber noch weiß keiner, wann solche Angebote mit selbst gebackenen Torten überhaupt wieder möglich sind. Zurzeit übernimmt Herrmann vorrangig Termine für Wohnraum-, Pflegeberatung oder die Koordination von Impfterminen für Senioren, die sie mit der städtischen Seniorenberaterin Juliane Rödl abstimmt.

Ein Konzept, wie die Arbeit im Familienzentrum im Frühjahr wieder aufgenommen werden soll, habe sie noch nicht, räumt auch Lisa Strahlendorf ein. In den vergangenen Monaten stand ihr Abschluss an erster Stelle. Der Schwerpunkt ihres Studiums der Religionspädagogik lag naturgemäß auf Kinder-, Jugend- und Familienarbeit. Sie freue sich aber auch darauf, viele der älteren Stammgäste wiederzutreffen, die sie während ihres Praktikums kennengelernt habe.

Eine Spende von 2500 Euro von Ikea für das Familienzentrum nahm Ute Herrmann noch am Ende ihrer Dienstzeit entgegen. Gelder vom Erlös des Weihnachtsbaumverkaufs spendet Ikea an örtliche Einrichtungen, um Kinderträume zu erfüllen. bpa

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