Familienausflug zum 40. Kohlenmeilerfest des MSC

Förster Hendrik Bickel (r.) zündet den 40. Kohlenmeiler an. Norbert Brandmeier assistiert.Foto: Ulrike Rausch

Die 40. Auflage des beliebten Kohlenmeilerfestes des MSC Ehlhalten begann mit einigen Neuerungen. Zunächst aber entzündete am Freitag Förster Hendrik Bickel vom Forstamt Königstein ganz traditionell mit glühenden Kohlen das Feuer im Herzen der kunstvoll geschichteten Buchenholzstämme.

Zum „Jubiläumsmeiler“ gab es erstmals einen Getränkewagen und eine neue Homepage, die über alle Veranstaltungspunkte und die Tradition des Kohlemeilers www.taunusmeiler.de informierte. Auch auf dem Gelände waren Infotafeln errichtet worden.

Am Getränkestand warb eine Spendenbox für die Ehlhaltener Kerbeburschen, die zahlreich vertreten waren und nur zu gern die Herausforderung des Nagelns probierten. Mit dem gesammelten Geld wollen sie ihre nächste Baumpflanzaktion verwirklichen. Neben dem rauchigen Geruch des Meilers, durchzog den Wald auch der Duft von herzhaft gewürztem Wildschwein, das über dem Feuer gegrillt wurde. Um 12 Uhr hatte sich am Stand der Essensausgabe schon eine lange Schlange hungriger Besucher gebildet. Als Alternative gab es auch Forelle vom Grill oder Pommes frites. Musikalisch bereicherten den Sonntagmittag die „Winnis“ aus Schloßborn, die flotte Schlager spielten.

Auch die 78-jährige Elsi Kilb fand mit dem Fahrrad den Weg in den Wald. Kilb gehörte vor 41 Jahren – zweimal musste das Fest wegen Corona pausieren – mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Helmut zu den Organisatoren das ersten Kohlenmeilerfests im Jahre 1983, das damals noch auf der Dorfwiese im Zentrum des Ortes stattfand.

Sie erinnerte sich, wie damals die Besucher ihre Wurst roh vor Ort kauften und dann selbst auf dem Grill brieten. Auch von den langen Nächten bis zum frühen Morgengrauen am Meiler schwärmte sie. Bekannt ist Elsi Kilb in Ehlhalten für ihre Soleier, die sie auch diesmal wieder fürs Meilerfest zubereitete.

Seit sechs Jahren, ist es Tradition, dass sich Traktoren-Liebhaber aus der Region am Sonntag beim Fest treffen. Gegen Mittag waren bereits 30 Fahrzeuge eingetroffen, die aus dem Umland wie Schloßborn oder Diedenbergen kamen. Für die vielen Kinder war es das größte Vergnügen, auf die Traktoren zu klettern. Matthias Schmidt aus Bremthal war mit seinem froschgrünen Deutz aus Bremthal gekommen und hatte seine Familie mitgebracht: Ehefrau Fatma, Sohn Emil (11), die beiden fünfjährigen Zwillinge Leila und Mila sowie Oma Elisabeth Schmidt.

Etwa 15 Festmeter Holz ließ die Köhlertruppe des MSC in diesem Jahr ins Silberbachtal anliefern. Norbert Brandmeier, der mit Köhler-Chef Torsten Rausch das Holz vorbereitet hatte, erklärte, dass es jedes Jahr aufs Neue eine Überraschung sei, wie viel Holzkohle nach einer Woche im Meiler entstanden sei. Dies hinge vom Wetter, vor allem vom Wind, ab. Er schätzte den Ertrag für dieses Jahr auf etwa eine Tonne. sr

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