Europart feierte auf den Tag genau sein 30-jähriges Bestehen

Eppsteiner und ihre Gäste aus Langeais freuten sich übers Wiedersehen.Foto: J. Schönian

Auf den Tag genau feierte der Partnerschaftsverein Europart am vergangenen Samstag sein 30-jähriges Bestehen. Am 13. November 1991 gründeten 18 Eppsteiner Bürgerinnen und Bürger den Verein Europart.

Zwei dieser Gründungsmitglieder gehören dem Verein bis heute an: Gisela Mohr und Helmut Jerchel nahmen allerdings an der 30-Jahr-Feier am Samstagabend im Saal des Musikschulhauses Am Herrngarten nicht teil.

Vor 30 Jahren setzte sich der Verein für eine neue Städtepartnerschaft mit einer Stadt in England ein und feierte die Verschwisterung mit Kenilworth drei Jahre später, 1994. Die Städtepartnerschaft mit Langeais war bei Vereinsgründung schon fünf Jahre alt. Sie war 1986 von der Stadt initiiert worden. Später übernahm Europart auch die Partnerschaft mit Langeais und organisierte Treffen und Feiern. Bis heute als eine der treibenden Kräfte dabei: „Madame Jumelage“ Gisela Rasper. Sie erzählte am Samstagabend Anekdoten aus den Anfängen der Städtepartnerschaften. Die Partnerschaft mit dem lettischen Aizkraukle und freundschaftliche Beziehungen zu Schwarza in Thüringen kamen später hinzu.

„Leider sind im Laufe der Jahre viele Kontakte zwischen den zahlreichen Vereinen der Städte abgebrochen“, bedauert Müller, Europart sei es nicht gelungen, den eigenen Enthusiasmus auf junge Menschen zu übertragen und sie dauerhaft für die europäische Partnerschaftsidee zu begeistern. Die Aufgabe des Vereins sieht Müller eigentlich darin, Kontakte in die Partnerstädte zu vermitteln und bedauert, dass kaum Anfragen aus Vereinen oder der Schule dazu kommen. Dabei habe man insbesondere die Partnerstädte Kenilworth und Langeais wegen ihrer ähnlichen Größe und Struktur gewählt. Fast alle haben Schloss oder Burg zu bieten. Außerdem liegen alle Partnerstädte in reizvollen Landschaften.

Stark gelitten habe das Vereinsleben auch unter der Corona-Pandemie. „Wegen der unvorhersehbaren Entwicklung haben wir lange gezögert, ob und wie wir das Jubiläum feiern wollen“, sagte Müller in seiner Ansprache beim Festakt am Samstagabend. So habe sich Europart bewusst für eine interne Feier und kurzfristige Einladungen der Delegationen aus den Partnerstädten entschieden. Für die Freunde aus Kenilworth kam die Einladung zu spät. Viele hatten wegen der Lockerungen in Großbritannien bereits anderweitige Reisen geplant. Aizkraukle und Schwarza seien wegen der dortigen Pandemie verhindert.

Die Besucher aus Langeais zögerten ebenfalls bis zur letzten Minute. Etliche Absagen trafen ein. Umso mehr freute sich der Europart-Vorstand, am Donnerstagabend eine Gruppe von elf Franzosen aus Langeais zu begrüßen. Das Wochenende hielten die Gastgeber weitgehend für persönliche Unternehmungen mit den Gästen frei. Lediglich zum Besuch des Goethe-Hauses trafen sich die Gruppen am Freitagnachmittag im Großen Hirschgraben in Frankfurt und am Samstagabend zum Festakt im Musikschul-Haus.

Als Gastgeberin freute sich Musikschulleiterin Gesche Wasserstraß über 55 Besucher. Die Musikschule, deren Verbindung zu Europart seit vielen Jahren besteht, hatte ein stimmungsvolles musikalisches Programm vorbereitet. Acht Musikschullehrer traten im Laufe des Abends auf. Europart bedankte sich bei der Musikschule mit einer Spende. Bürgermeister Alexander Simon begrüßte Europart-Mitglieder und französische Gäste im Namen der Stadt, bevor Jörg Müller das Buffet eröffnete. bpa

Weitere Artikelbilder:

Kommentare

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
11 + 3 =
Lösen Sie diese einfache mathematische Aufgabe und geben das Ergebnis ein. z.B. Geben Sie für 1+3 eine 4 ein.


X