Erstes gemeinsames Fronleichnamsfest

Eppsteins Kirchorte feierten Fronleichnam gemeinsam mit Pater Anto.Foto: Ulrich Häfner

An Fronleichnam feierten die fünf Eppsteiner Kirchorte der Pfarrei Eppstein erstmals einen gemeinsamen Gottesdienst.

Es kamen fast 250 Besucher und Besucherinnen aus allen Eppsteiner Stadtteilen bei sonnigem Wetter auf dem Bremthaler Dorfplatz zusammen, um mit Pater Anto Batinic den Fronleichnamsgottesdienst zu feiern, begleitet von den Klängen der Bremthaler Blaskapelle. Nach der Prozession zum Altar an der Ecke Niederjosbacher Straße und dem Abschlusssegen in der Kirche St. Margareta fand im Anschluss das Sommerfest rund um die Kirche statt.

Künftig wird der Fronleichnams-Gottesdienst jedes Jahr in einem anderen der fünf Eppsteiner Kirchorte stattfinden. Nächstes Jahr ist Ehlhalten an der Reihe.

Die Kinder, die dieses Jahr zur Erstkommunion gingen, trafen sich schon am Mittwochabend, und brachten Tüten voll Blüten und Blättern mit, um einen duftenden Teppich auf dem Dorfplatz auszulegen, wie es zu Fronleichnam Brauch ist. Die Katechetinnen um Christina Graf hatten sich als Motiv ein Kreuz mit einem Strahlenkranz ausgedacht.

Neben dem reichhaltigen Angebot an Salaten, Gegrilltem und kühlen Getränken wurden mittags auch Spiele und Basteleien für Kinder und am Nachmittag Kaffee und selbst gebackene Kuchen angeboten. Die TSG Ehlhalten stellte etliche Holz-Geschicklichkeitsspiele aus ihrem Fundus zur Verfügung. „Tischfußball“ und „Vier gewinnt“ waren besonders beliebt. Trotz der Hitze fanden einige Mädchen Geduld für Bastelarbeiten aus Wolle.

Bei sommerlichen Temperaturen genossen die Gäste unter schattenspendenden Linden und Pavillons das Fest – „Die jüngsten waren gerade mal drei, die ältesten über 90 Jahre alt“, so Anne Annau vom Bremthaler Ortsausschuss. Dank der Helfer aus allen Kirchorten, habe es an nichts gefehlt, sogar Mitfahrgelegenheiten aus den Stadtteilen wurden organisiert. „Die Stimmung war ausgezeichnet“, freute sich Anne Annau über die gelungene Veranstaltung, „das tat richtig gut“.

Auch für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer war die fröhliche Feier, angesichts der Erschütterungen im Bistum Limburg in den vergangenen Wochen, nicht selbstverständlich. Zunächst war Bischof Georg Bätzing wegen seiner Personalpolitik in die Kritik geraten, dann trat Anfang Juni Bezirksdekan Winfried Roth wegen der gegen ihn erhobenen Belästigungsvorwürfe zurück und schließlich schockierte wenige Tage darauf die Nachricht vom Freitod des Limburger Regens Christof May das Bistum. Der 49-jährige Leiter des Priesterseminars war bekannt für seine klare Haltung für die Öffnung der Kirche für Geschiedene und homosexuelle Paare oder zum Thema Frauen in Weiheämtern. Vor seinem Suizid waren Vorwürfe wegen übergriffigen Verhaltens gegen ihn erhoben worden, der Bischof hatte ihn von seinen Ämtern freigestellt. bpa

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