Bürgerstiftung zieht Bilanz

Kilian Dambacher schenkte bei der Weinprobe aus. Die Bürgerstiftung kürte den neuen Bürgerwein.     Foto: Beate Schuchard-Palmert 

Die Eppsteiner Bürgerstiftung hat Bilanz für die Jahre 2019 und 2020 gezogen und verzeichnet in beiden Jahren einen leichten Zuwachs des Stiftungskapitals.

Schatzmeister Thomas Giese legte in der Stifterversammlung am vergangenen Samstag die aktuellen Zahlen vor: 2019 wuchs das Stiftungskapital um 7000 Euro auf 207 825 Euro und 2020 um 5000 auf 212 825 Euro. Das Eigenkapital betrug Ende 2020 knapp 613 700 Euro nach zwei turbulenten Jahren, in denen zunächst ein Verlust von rund 5500 Euro und im Jahr darauf ein Überschuss von 4700 verzeichnet wurde.

Leseförderung, Baumpflanzung und E-Carsharing unterstützt

Eingebettet wurden Rückblick, Wahlen und die Verabschiedung von zwei Stiftungsvorständen (siehe Bericht auf dieser Seite) in eine Weinprobe. Mundschenk Ramon Olivella kredenzte sechs Rosé-Weine aus unterschiedlichen Regionen. Gut 30 Besucher kürten in der anschließenden Abstimmung den Bürgerwein des Jahres 2022. Die meisten Stimmen vereinte der Niersteiner „Dino“ auf sich, ein Rosé der Winzer Strupp & Strupp aus Rheinhessen.

Drei Beigeordnete, Christian Weiser, Kilian Dambacher und Ursula Hundhausen wurden für die nächsten vier Jahre im Beirat bestätigt. Der von der Stiftung verwaltete „Eppstein-Fonds zur Förderung bedürftiger Kinder und Jugendlicher“ hat 2020 kräftig zugelegt. Das Treuhandvermögen stieg von gut 272 000 Ende 2019 auf knapp 290 600 Ende 2020 an. Im vergangenen Jahr hat die Bürgerstiftung wieder unterschiedliche Projekte gefördert. Über 11 300 Euro sammelte die Bürgerstiftung für die Aktion „1000 Bäume für den Stadtwald“.

Für weitere Projekte gab die Stiftung 2020 insgesamt 8650 Euro. 4300 Euro wurden allein für die Weihnachtshilfe für bedürftige Eppsteiner gesammelt. Für Leseförderung oder Beteiligung am E-Carsharing gab die Stiftung jeweils 1000 Euro. Der Hospizverein Horizonte erhielt 300 Euro, der Sängerbund Vockenhausen 250 und die Seniorenresidenz die jährliche Zuwendung von 300 Euro.

Erstmals seit vielen Jahren wurde der Jugendpreis im vergangenen Jahr nicht ausgeschrieben. Die Stiftung begründete das mit den schwierigen Bedingungen in der Corona-Pandemie. Die meisten Helfer der Bürgerstiftung zählen zur Risikogruppe der Älteren und schränkten ihre Aktivitäten deutlich ein.

Auch in diesem Jahr sieht es für das 2006 erstmals initiierte Projekt nicht gut aus. Ute Jürges, die die Preisverleihung seit vielen Jahren organisiert, zieht sich aus dem Stiftungsvorstand zurück. Bislang steht noch nicht fest, wer den Jugendpreis künftig organisiert.

Der Treuhandfonds für bedürftige Kinder und Jugendliche schüttete im vergangenen Jahr knapp 6000 Euro aus und bezuschusste die Musikschule, die Freiherr-vom-Stein-Schule und die Schulbücherei. Auch einzelne Personen wurden unterstützt. So gab es einen Zuschuss für den Kauf eines für den Unterricht benötigten Notebooks.

Auch 2021 unterstützen Stiftung und Fonds bedürftige Menschen, Aktionen und Einrichtungen. „Die Stiftung ist wie ein Gemischtwarenladen“, sagte Ute Jürges. Statt eines einzigen Stiftungszwecks biete die Bürgerstiftung „von allem etwas“ und unterstütze Menschen jeden Alters sowie soziale, kulturelle, ökologische oder sportliche Projekte, solange sie möglichst vielen Menschen nutzen und für alle offen sind.bpa

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