2000 für die Demokratie auf der Straße

Alt und Jung demonstrierten in Hofheim gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft und die AfD. Foto: Julia Palmert

Bei einer Kundgebung unter dem Motto „Demokratie verteidigen – Gegen den Rechtsruck“ sind am Samstagvormittag auf dem Kellereiplatz in Hofheim rund 2000 Menschen zusammengekommen.

„Die Dynamik des Protests gegen den Rechtsruck ist unglaublich und macht uns Mut in diesen düsteren Zeiten“, so das Bündnis „Main-Taunus – Deine Stimme gegen Rechts“: „In Hofheim wurde am Holocaust-Gedenktag ein eindrucksvolles Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus gesetzt“, freuten sich die Veranstalter.

Die große Anzahl an Teilnehmern hat die Erwartung der Organisatoren bei weitem übertroffen. Vor zehn Tagen hatte das zivilgesellschaftliche Bündnis als Reaktion auf die Correctiv-Enthüllungen über die Vertreibungspläne der AfD und ihrer Anhänger eine Kundgebung mit 100 Personen angemeldet. Nach den ersten Groß-Demonstrationen in anderen Städten hatten die Veranstalter die Zahl bei der Versammlungsbehörde auf 400 erhöht. Die Redner wiesen darauf hin, wie wichtig es sei, sich gerade in Zeiten von Populisten kommunal zu engagieren.

Anders als einige Gegendemonstranten, die die Kundgebung auf dem Kellereiplatz durch Lautsprecherdurchsagen störten, warben die fast 2000 Demonstranten durch Plakate und Fahnen für Demokratie und Vielfalt oder hielten der AfD den Spiegel vor: „AfD wählen ist so was von 1933“. Barbara Helfrich, Sprecherin des Bündnis gegen Rechts, zog das Fazit: „Wir sind die Mehrheit und wir schweigen nicht mehr.“ Das Bündnis kündigte an, dass weitere Veranstaltungen geplant werden.

Unter den Demonstranten waren nicht nur Hofheimer. Menschen aus der ganzen Region trafen dort zusammen. Ein Eppsteiner, der sich ebenfalls auf dem Kellereiplatz eingefunden hatte, schrieb an die Redaktion: „Für mich war diese geschlossene Demonstration gegen Faschismus und Rassismus ein beeindruckendes Erlebnis, und ich kann nur hoffen, dass diese Haltung mit in den Alltag genommen wird, getreu der ebenfalls in Hofheim zitierten Worte von Martin Niemöller, dass er geschwiegen habe, bis auch er von der Gestapo abgeholt wurde.“EZ

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