Home | Gesellschaftsleben

130 Jahre für den Chorgesang

Ein Blick durch das Geländer der Empore von St. Margareta auf Chor und Kirchenschiff. Foto: bpa

Die Gründung des Gesangvereins Germania fiel mit dem Jahr der Einweihung der neuen Kirche St. Margareta zusammen – deshalb, so die Erste Vorsitzende Andrea Kleindienst, „war es für uns eine Herzensangelegenheit“, das Konzert zum 130-jährigen Bestehen ...

...im genauso alten und im Frühjahr frisch renovierten Gotteshaus aufzuführen.

Kleindienst fasste 130 Jahre Vereinsgeschichte aufs Wesentliche zusammen, erinnerte an die schwierigen Zeiten während der beiden Weltkriege und an schöne Feste und großartige Auftritte. Sie wünschte sich, dass es auch in der heutigen, schnelllebigen Zeit gelinge, Menschen für den Chorgesang zu begeistern. Stets sei der Chor für seine Mitglieder ein Ort der Zuflucht gewesen.

1963 wurde der Frauenchor als zweiter Frauenchor im Main-Taunus-Kreis gegründet, 1964 feierten rund 200 Mitglieder des Vereins im Festzelt mit über 44 Vereinen Freundschafts- und Wertungssingen zum 75-jährigen Bestehen. 1989 wurde der Germania-Männerchor 100 Jahre alt, der Frauenchor 25 Jahre. Sie feierten mit 81 Gastvereinen „ein grandioses bis heute unübertroffenes Fest“, berichtete Kleindienst. Damals wurde auch die neue Vereinsfahne eingeweiht. Sie bildet originalgetreu die historische Fahne nach.

Einzigartige Auftritte folgten, beispielsweise zusammen mit anderen Chören in der Alten Oper oder die für viele Chormitglieder unvergesslichen Reise nach Rom mit Gesangsdarbietungen im Petersdom und St. Giovanni im Lateran. Seit seiner Gründung probt der Verein im Saal des inzwischen längst geschlossenen Gasthauses zum Schwanen.

Der Erste Beigeordnete des MTK, Johannes Baron, kam als Schirmherr zum Konzert und wünschte dem Chor, dass er weiterhin mit Selbstbewusstsein zur klassischen Chormusik stehe.

Zusammen mit Michael Reuter an der Orgel und den Jagdbläsern Main-Taunus gestaltete der gemischte Chor ein abwechslungsreiches Programm mit geistlichen Liedern wie das „Ave Maria“ und „Die Himmel rühmen“ sowie weltlichen Liedern wie „Abschied vom Walde“ und „Am kühlenden Morgen“.

Guido Ernst überbrachte als Ortsvorsteher und Sänger Grüße des Bürgermeisters und des noch älteren Gesangvereins Liederkranz von 1875.

Mit dem „Hubertusmarsch“ geleiteten die Jagdbläser den befreundeten Chor beim Auszug aus der Kirche. Den Vorplatz hatten die Sänger schon vorher geschmückt. Dort schenkten sie Sekt aus, um mit den Konzertbesuchern auf den runden Vereinsgeburtstag anzustoßen. bpa

Weitere Artikelbilder:

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

Gimbacher Straße wird in zwei Etappen 2021 und …
2 Wochen 4 Tage
Weinfest heiter bis regnerisch
4 Wochen 5 Tage
Familienfrühstück unter Parkzeitdruck
5 Wochen 2 Tage
Noch offene Fragen zur Biosphärenregion
7 Wochen 2 Tage
„Ebbe di Stein“ amüsiert sich köstlich beim …
9 Wochen 3 Tage
X
Sichere Anmeldung

Diese Anmeldung ist mit SSL Verschlüsselung gesichert