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Notbetrieb in Schulen und Kitas – Digitalisierung ausbauen

Foto: StartupStockPhotos auf Pixabay

Bis einschließlich der Osterferien dauert der derzeit verordnete Notbetrieb in Schulen und Kindergärten noch an. „Das bedeutet konkret“, so Erste Stadträtin Sabine Bergold, „dass es in den Kindergärten keine Ferienbetreuung im klassischen Sinn gibt. Das Personal sei darauf eingestellt.

An allen Kitas und den beiden städtischen Grundschulbetreuungen werden Kinder in der Notgruppe der jeweiligen Kita aufgenommen, deren Eltern in bestimmten Berufsgruppen arbeiten oder deren Arbeit für ihren Betrieb unverzichtbar ist. Die Zahl der Kinder variiere laut Bergold täglich. Im Schnitt kommen maximal fünf Kinder, oft auch gar keines. An der Unterkunft für den neuen Naturkindergarten werde weiter gearbeitet, „wenn auch mit Verzögerungen“, wie Bergold einräumt. Der Naturkindergarten sei zur Zeit geschlossen, es gebe auch keine Anmeldungen für eine Notbetreuung, trotzdem stehe man in Kontakt mit dem Träger, den DRK Familiendiensten. Es bestehe keine Gefahr, dass die Kita geschlossen wird, geht Bergold auf immer noch bestehende Ängste einiger Eltern ein.

„In der vorigen Woche haben wir den laufenden Betrieb der Einrichtungen sichergestellt“, sagt Bergold, „im Laufe dieser Woche entscheiden wir über die Zahlung der Kita-Gebühren während des Notbetriebs.“ Die städtische Satzung sehe eigentlich keine Möglichkeit vor, die Gebühren auszusetzen, sagte Bergold, über das weitere Vorgehen werden derzeit dennoch Gespräche mit allen Trägern, also den Kirchen, den Familiendiensten, der Glückskinder GmbH und dem Montessorihaus gesprochen, „denn wir wollen auf jeden Fall eine einheitliche Lösung finden und stimmen uns auch mit den Nachbarkommunen ab.“ Die Entscheidung soll bis Ende der Woche fallen, der nächste Gebühreneinzug ist in der kommenden Woche fällig.

Auf jeden Fall erlassen werden die Mittagessenspauschalen für Caterer. Die Essenslieferung sei bereits eingestellt. Eltern, deren Kinder betreut werden, sollen ihnen Lunchpakete mitgeben.

Auch an der Freiherr-vom-Stein-Schule ist die Notfallbetreuung sichergestellt. Die Anmeldung wird telefonisch oder über Notfallbetreuung[at]fvss-eppstein[dot]de bearbeitet. Täglich sind zwei Lehrkräfte und ein Mitglied der Schulleitung ab 7.30 Uhr in der Schule, eine Lehrkraft stehe auf Abruf bereit, teilte Direktorin Sarah Morawietz mit. Die Schüler erhalten ihre Arbeitsaufträge per E-Mail. Sie werden von den Elternbeiräten der einzelnen Klassen weitergeleitet an die Eltern. Weitere Informationen werden auf der Homepage der Schule veröffentlicht.

Es gibt zwar Anregungen von Eltern, Plattformen wie Google Classroom, Moodle, Microsoft-Teams oder ähnliches zu verwenden. Doch die können nicht umgesetzt werden, „weil die IT-Infrastruktur des Trägers, schlicht und ergreifend nicht in der Lage ist, eine Lösung kurzfristig bereitzustellen“, bedauert der Elternbeiratsvorsitzende Eike Unnewehr. Selbst eigene, private Lösungen über Nextcloud oder Admidio benötigen Zeit für Vorbereitung und Einrichtung. „Die Schule braucht jedoch eine einheitliche Lösung, die für Schüler und Lehrer praktikabel ist“, ist Unnewehr überzeugt.

Möglicherweise bietet die Corona-Krise also die Chance, dass die Schule künftig verstärkt digitale Unterrichtsformen einbindet. Unnewehr weist aber auch darauf hin, dass noch immer nicht alle Schüler Zugang zum Internet haben. bpa

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