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Japanische Kochkunst und mediterranes Flair im Kaisertempel

Joel Karsenty (2. v.r.) mit Köchen und Serviceteam von „K trifft K“ genossen am Ende eines besonderen kulinarischen Abends das Lob der Gäste.Foto: Julia Palmert

Es war eine Premiere „und es war großartig“, freute sich Joel Karsenty, Chef des Restaurants Kaisertempel in Eppstein. Im Februar hatte er die Idee zu „K trifft K – Kabuki trifft Kaisertempel“.

Vorige Woche packten Geschäftsführer Tetsuya Yamahara und Koch Takuja Ishihara vom japanischen Kult-Restauant erstmals ihre heiße Stahlplatte in einem anderen Restaurant als in der Frankfurter Kaiserstraße aus und boten den 30 Gästen in Eppsteins höchstgelegenem Restaurant Showcooking vom Feinsten. Das Konzept: Sechs Gänge, zwei Interpretationen, dazu korrespondierende Weine, kredenzt von erfahrenen Sommeliers.

Das zuvorkommende Serviceteam reichte bei jedem Gang zwei Teller und zwei Gläser, so dass die Menüs aus Amuse Bouche, Thunfisch, Herbstnudeln, Garnelen, Simmenthaler Rind und Dessert jeweils parallel nach japanischer Kochkunst, frisch auf der heißen Edelstahlplatte zubereitet, und aus der Küche von Kaisertempel-Chefkoch Salvatore Meloni, inspiriert von der Küche seiner piemontesischen Heimat, genossen.

Zu jedem Gang gab es passende Getränke – ein Sparkling Sake zum gebackenen Tofu, Prosecco zu Burrata und Arancine, Sushi begleitet von Sake, Thunfischtartar kam mit fein-würzigem Pinot Grigio, zu gebratenen Nudeln mit Shiitake Pilzen gab es japanisches Hefeweizen, zu italienischen Herbstnudeln mit Waldpilzen und Balsamicojus passte Golden Ale Brúton di Brúton. Zu Garnelen mit Zuckerschoten, Süßkartoffeln und Miso reichte der Chef-Sommelier des Kabuki einen trockenen Weißwein Grace Koshu Privat Reserve 2017, während die Italiener zu Garnelen mit Kürbis und Kirschtomaten einen vollmundigen Olmera aus der Magnumflasche servierten. Zum perfekten Châteaubriand mit japanischem Pfeffer und Sojasprossen passte der Rotwein aus der Region Gevrey-Chambertin. Die Bäckchen vom Simmenthaler-Rind mit Kohlgemüse zergingen ebenso schmelzend auf der Zunge wie der beerige Solèr Rosso, Jahrgang 2007. Zum Dessert, einem gebratenen Eis, gab es japanischen Whiskey Komagatake Limited Edition 2018, und „Mozartwein“. Ein reifer Refrontolo 2013, begleitete das duftige Zuccotto mit Waldfrüchten.

Sommelier Marcus Molina und der Japaner Koichi Hashimoto führten in Geschichte und Herkunft der ausgesuchten Weine und Sake ein. Sake, fälschlicherweise als Reiswein bezeichnet, ist eigentlich ein Gebräu aus Reis, Wasser und Koji, einem Hefepilz.

„Die Show ist genial und wenn ich mehrere Tage davon schwärmen kann und den Geschmack des Essens wieder im Mund habe, dann ist so ein Abend jeden Cent wert“, schwärmte Wulf Baltruschat aus Hofheim von den raffinierten Kreationen auf dem Teller.

Die Atmosphäre war familiär, großzügig, die Gäste an der langen, hufeisenförmig um die Kochstelle angeordneten Tischreihe, kamen angeregt ins Gespräch und staunten über die akrobatische Kunstfertigkeit im Umgang mit Messer, Wender und Pfeffermühle. Die Japaner zückten ihre Werkzeuge aus einem Gürtel, wendeten in Windeseile die Zutaten auf der heißen Platte und richteten sie stilvoll auf den Tellern an, derweil Meloni und sein Team die italienischen Variationen in der Restaurant-Küche zubereiteten.

Restaurant-Chef Karsenty freute sich über die gute Resonanz auf das erste Koch-Event dieser Art in seinem Haus. Am kommenden Sonntag steht das nächste Ereignis an: Sternekoch Carmelo Greco aus Frankfurt und Jungkoch Benedetto Russo vom L’Opera Hofheim zaubern nach 2018 zum zweiten Mal ein 5-Gänge-Sternemenü. Doch auch an „normalen“ Tagen lohnt neben der exklusiven Aussicht vom Restaurant aus ein Blick auf die der Jahreszeit angepasste Karte. Wanderer und Radfahrer sind ebenso willkommen, wie Geschäftsleute und Fami-lien. jp

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