Home | Eppstein

Mit dem GCC auf Zeitreise

Ein buntes Spektakel mit Sängern, Tänzern und Büttenrednern aus drei Generationen GCC-Mitgliedern zauberte der Gusbacher Carnevalclub in seiner ersten Prunksitzung am vergangenen Samstag auf die Bühne. Unter dem Motto „Der GCC ist immer fit darum feiert die Stadt 700 Jahre mit“

zogen Elferrat und Garden ein. Den Einstand gaben die Knallbonbons mit einem Gesangsmedley und Solo Tänzerin Jessica Kilb. Die Niederjosbacherin tanzt inzwischen in der Wiesbadener Stadtgarde, verriet Sitzungspräsident und GCC-Chef Heinz Seebold stolz.

Vor der eigenen Haustür kehrte Besenmann Dirk Büttner und schwadronierte als Protokoller unbeschwert: „So viel Quatsch gehört einfach ausgekehrt.“ Der CDU-Stadtverordnete plauderte über Energiewende, Windräder und die Träume eines jeden Bürgermeisters, „der Nachwelt ein dauerhaftes Denkmal zu hinterlassen: Richi Hofmann hat die Burg poliert, Ralf Wolter am Bahnhof die Golden-Gate-Bridge finanziert, warum Alexander Simon, der aktuell die Verwaltung lenkt, intensiv über ein neues Rathaus nachdenkt“. Natürlich fand der Besenmann den richtigen Standort: Eppstein und Vockenhausen seien zu klein, „Niederjosbach als neue Ortsmitte wäre fein“.

Als Astronauten und Wesen von anderen Sternen eroberte die Showtanzgruppe der Delphine und Schmetterlinge die Bühne und begeisterte mit ihrer starken Ausstrahlung die Zuschauer. Felix Mundorff resümierte als ziemlich junger Rentner über das schwere Los eines diplomierten Ruheständlers: „Als Haushaltsprokurist darfst du entscheide, ob schmale Nudeln oder breite“.

Mit ihm stehe die dritte Generation der Mundorffs auf der Bühne, freute sich Seebold über die lange Familientradition. Oma Erika Mundorff ist bei den Knallbonbons aktiv und drehte dort als Seniorin Erna und als Stimmungskanone in Lederhosen voll auf. Zur Melodie der ZDF-Fernsehshow „Musik ist Trumpf“ begaben sich die Knallbonbons bei ihrem zweiten Auftritt nach der Pause auf eine Zeitreise in die 70er Jahre in bunt gemustertem Hosenanzug, dem kleinen Schwarzen und mit drei blau geschminkten Schlümpfen.

Silvia Kreuter hielt sich einen schwarzen Rahmen vors Gesicht und kündigte als TV-Moderatorin „ein exklusives Erlebnis“ mit „Schlagerkult und Knallbonbons“ an.

Bunte GCC-Show mit Konfetti, Witz und viel Musik

Erika Mundorff erinnerte als Seniorin „Erna“ ihren Mann, gespielt von Rosi Weinkeim, selig an alte Zeiten und schmetterte mit dem Chor: „Schuld war nur der Bossanova“, dann, „Warum hast du nicht Nein gesagt?“ und als Erklärung: „In Gusbach war Maskenball.“

Ein echter Hingucker war Jutta Weiss, die als „die Helga“ mit einem mit leuchtend roten Federn und Glitzersteinen geschmückten Hütchen ans Mikrophon trat und erst einmal erklärte, was ein „Faszinator“ ist: „Da guckst du net mer auf den Rest“, sprach‘s und berichtete in Kittelschürze und Leggings über Reisevorbereitungen und den Kampf im Garten gegen „Gewächse mit Migrationshintergrund“. Ihren Rosen, einer „Büschin in den Wechseljahren“ mit großen Ansprüchen, drohte sie zum Vergnügen des Publikums: „Hört mal ihr Zicken, wenn ihr net bald blüht: Ich kann auch Asphalt!“

Zwischen zwei Auftritten holte Seebold Katharina Dostal und Elferratsmitglied Winfried Horn auf die Bühne und überreichte beiden für 22-jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel.

Die Delphine wirbelten zur Musik der Pippi-Langstrumpf-Filme im Gardekostüm über die Bühne, die Roten Tatongkas zeigten eine aufwändige Zirkusshow und wechselten während des Tanzes ihre Kostüme. Flugs wurden aus Seiltänzerin, Zirkusdirektor und Clown Showtänzer im roten Glitzerlook.

Anton Dostal verkörperte mit, Gehstock, zerrauftem Haar und Bart den ewigen Nörgler und schmetterte den Zuschauern sein „Des hat‘s früher net gebbe“ entgegen, nahm dabei das Weltgeschehen genauso auf die Schippe wie Werbung und den zunehmend kommerzialisierten Alltag.

„In der Sauna“ trafen sich Hildegard und Schorsch alias Rebekka Blaschke und Frank Kilb. Die beiden hätten sich bei der Fastnacht gefunden, verriet Seebold und begrüßte den Ehlhaltener Kilb auch in seiner Rolle als Sitzungspräsident der Heftricher Kappensitzung. Der Applaus an einem der Tische verriet, dass viele Heftricher zur GCC-Sitzung gekommen waren.

Die beiden Mitglieder des „Saunaaufgussvereins 09“ verrieten, „für die Sauna sind wir immer bereit“ und hatten für das Publikum noch einen besonderen „Aufguss“ aus Konfetti in der Schöpfkelle.

Martialisch begann der Auftritt der Solaris-Tänzerinnen als Spartanerinnen. „Ein Highlight für Gusbach“, lobte Seebold den gelungenen Auftritt mit fliegenden Schwertern und Schilden. Das letzte Zwiegespräch des Abends gehörte den beiden Ehlhaltener Kerbeburschen Jan Brandmeier und Tobias Mager, die das Publikum an ihren feuchtfröhlichen Erlebnissen teilhaben ließen, bevor die Tanzgruppe „Twister“ für ihre Show die Lichter ausgehen ließen. Sie zauberte mit ihren LED-Stäben bunt leuchtende Figuren in die Dunkelheit und versammelte sich zum Schluss mit allen Darstellern zum großen Finale auf der Bühne. bpa

Weitere Artikelbilder:

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

Falsche Fünfziger erst bei der Bank entdeckt
5 Wochen 1 Tag
Zu Lasten Dritter optimiert
9 Wochen 5 Tage
Rewe: Die Lichter sind aus
10 Wochen 17 Stunden
Grab des Künstlerpaars Michel sang- und klanglos …
11 Wochen 4 Tage
Grab des Künstlerpaars Michel sang- und klanglos …
12 Wochen 2 Tage
X
Sichere Anmeldung

Diese Anmeldung ist mit SSL Verschlüsselung gesichert