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Bewohner werden mit Zeitplänen und Versprechen vertröstet

Die Geduld der Eigentümer der Wohnanlage in der Hauptstraße 42-44 ist arg strapaziert. Wie berichtet leben sie seit über neun Jahren in Häusern mit provisorischen Geländern, die meisten noch ohne Garten und ohne Tiefgaragenplatz.

In einem der ohnehin sehr kleinen Gärten türmt sich sogar noch ein Erdhaufen, der vermutlich als Füllmasse für die Böschung hinter den ebenfalls noch fehlenden Stützmauern gedacht ist. Weil die stützenden L-Steine fehlen, kann die Erde nicht aufgeschüttet und deshalb in einigen Gebäuden der seitliche Gartenausgang nicht genutzt werden. Die Tür führt ins Leere. Den Gartenweg gibt es schlicht noch nicht.

Im Frühjahr schalteten einige Bewohner die Bauaufsicht des Main-Taunus-Kreises ein, und informierten die Eppsteiner Zeitung über diesen Schritt. Sie sahen sich dazu gezwungen, weil trotz der Zusagen des Bauunternehmens das Ende der Arbeiten nicht abzusehen ist und sie auf die Gefährdung durch die zum Teil ungesicherte Baustelle aufmerksam machen wollten.

Immerhin forderte die Bauaufsicht darauf das Bauunternehmen auf, Fensteröffnungen zu sichern, Notausgänge aus der Tiefgarage trittsicher herzustellen, Brandlasten wie Paletten und PVC-Rohre aus der Tiefgarage zu entfernen und die Anfahrt der Stellplätze sicherzustellen. Anfang Juni schickte die KTC Projektbau in Beselich nun den Eigentümern einen Plan für die Abschlussarbeiten: Im Laufe des Juni und Juli soll die Tiefgarage samt Zufahrt gepflastert sein, im Juli und August die L-Steine für die Stützmauern gesetzt und undichte Stellen an den Fassaden beseitigt werden. Nach dem Setzen der L-Steine seien Aufmaß und Anbringen der Geländer und der Treppenstufen zum Notausgang der Tiefgarage vorgesehen. Bis September werde die Außenanlage komplett fertig.

Diesen Zeitplan bestätigte Bauleiter Thorsten Gabb im Gespräch mit der Eppsteiner Zeitung. Er versichert: „In den nächsten Wochen werden die Ränder des Pflasters in der Tiefgarage eingepasst und dann das Pflaster eingesandet und gerüttelt. Danach ist sie befahrbar.“ Der Plan werde nach und nach abgearbeitet.

Aber nicht alle Eigentümer sind davon überzeugt, dass ihr jahrelanges Warten und Drängen tatsächlich in wenigen Monaten endet. Denn Zeitpläne für die Fertigstellung habe es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. „Eingehalten wurde keiner“, sagten zwei Eigentümer, deren Namen der Redaktion bekannt sind. Seit vier Wochen schon werde auf der Baustelle nicht mehr gearbeitet, statt dessen ist die Einfahrt zur Tiefgarage mit Material zugestellt. Sie befürchten ein erneutes Hinhaltemanöver. Dadurch ziehen sich die Bauarbeiten schon seit Jahren hin.

Schon die Arbeiten in der Tiefgarage können aus ihrer Sicht nicht planmäßig fertiggestellt werden: Ein Teil des Pflasters und die Zufahrt fehlen noch, ein Teil des Bodens musste wieder abgenommen werden, weil Drainagerohre vergessen wurden. Eine Entwässerung der Tiefgarage gebe es nicht. Bei Regen läuft das Wasser an mehreren Stellen hinein – „von der Beleuchtung, dem Ausgang der Tiefgarage und dem Versorgungsraum reden wir da noch gar nicht“, sagte einer der Bewohner.bpa

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