Villa Paderstein: Gedenken am 9. November

Wilhelm Paderstein (von rechts) mit seiner Frau Margarethe und den Töchtern Helga und Anita mit Hausdame 1928.Repro: Stadt- und Burgmuseum Eppstein

Zu einer kleinen Feierstunde lädt der WEC International am Mittwoch, 9. November, um 11 Uhr in die Villa Paderstein auf Hof Häusel.

Anlass ist die Enthüllung einer Gedenktafel für die ursprünglichen Bewohner des Hauses, Familie Paderstein, die Deutschland 1938 aufgrund der politischen Situation verlassen musste.

Wilhelm Paderstein hatte 1919 den oberen Hof Häusel erworben, wo er sehr erfolgreich Rennpferde züchtete. 1922 entstand das außergewöhnliche Wohnhaus der Familie, entworfen von dem renommierten Frankfurter Architekten Fritz Voggenberger. Hier wohnten Wilhelm und Margarethe Paderstein mit ihren Töchtern Helga und Anita.

Ab 1933 erschwerten Erlasse zur Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung das Leben der Familie zunehmend. 1938 trafen Padersteins die schmerzliche Entscheidung, ihre Heimat zu verlassen, und reisten Ende September mit Ziel Brasilien von Eppstein ab. Die gewalttätigen Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung, die nur wenige Wochen später, am 9. November 1938, folgten, blieben ihnen erspart.

Gemeinsam mit dem Stadtarchiv Eppstein möchte der WEC International an die Familie erinnern. Nach der Enthüllung der Tafel gibt es Gelegenheit, bei kleinen Erfrischungen ins Gespräch zu kommen. Interessierte sind dazu eingeladen. Treffpunkt ist das Tor vor der Villa Paderstein.

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