Kreis erlässt Verbot: Kein Wasser aus Bächen

Aktuelles Bild vom Westerbach (Eschborn-Niederhöchstadt) Foto: MTK-Pressestelle

Aktuelles Bild vom Westerbach (Eschborn-Niederhöchstadt) Foto: MTK-Pressestelle

Aus Bächen im Main-Taunus-Kreis darf wegen der anhaltenden Trockenheit kein Wasser entnommen werden. Wie Erste Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilt, hat der Kreis ein entsprechendes Verbot erlassen; es gilt seit Samstag, 4. Juli.

Damit sollen die Bäche, ihre Tiere und Pflanzen sowie das ökologische Gleichgewicht geschützt werden. Die Allgemeinverfügung hat der Kreis auf seiner Internetseite www.mtk.org veröffentlicht.

„Wer die Regelungen beachtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Bäche“, so die Umweltdezernentin. „Gerade in trockenen Sommern zählt jeder verantwortungsvolle Umgang mit Wasser.“

Verboten ist sowohl das Pumpen von Bachwasser als auch das Schöpfen mit Handgefäßen. Wie Overdick erläutert, hat die Hitze die Wasserstände in den Bächen deutlich sinken lassen. In einigen Bächen, in denen bereits zu wenig Wasser für Pumpen oder Gießkannen floss, wurden nach Angaben des Kreises von Anliegern Bachsohlen abgegraben oder Wasser aufgestaut, um entsprechend Wasser zur Entnahme zur Verfügung zu haben. Besonders an Gärten können sich solche verbotenen Eingriffe schnell summieren.

Der Kreis rät Bürgerinnen und Bürgern, sich auf zunehmend trockene Sommer einzustellen und möglichst Regenwasser zum Gießen zu sammeln. Gärten sollten am besten frühmorgens oder spätabends bewässert werden. Rasen erholt sich meist auch ohne zusätzliche Bewässerung. Gartenbrunnen müssen beim Kreis angezeigt und fachgerecht gebaut werden. Zudem bleiben Brunnen nur langfristig ergiebig, wenn sie nicht durch zu starke Entnahmen überlastet werden.

Kommentare

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben


X