„Dattenbachhalle ist optimal“

Das Testzentrum nutzt die Absperrungen, die die Tischtennisspieler sonst bei Turnieren verwenden.Fotos: Beate Schuchard-Palmert

Am Tag der Eröffnung des neuen Testzentrums in der Dattenbachhalle kamen 117 Besucher, um sich auf den Coronavirus testen zu lassen.

Unter den ersten Testpersonen waren Bürgermeister Alexander Simon und Erste Stadträtin Sabine Bergold, außerdem kamen einige Magistratsmitglieder und Stadtverordnete sowie die designierte Ehlhaltener Ortsvorsteherin Martina Smolorz, um sich den Ablauf im Testcenter anzuschauen, die meisten durch einen persönlichen Schnelltest.

Am Montag war der Zulauf deutlich geringer als am Freitag. Das sei zu erwarten gewesen, räumt Jeff Mertens vom Betreiber, dem ASB Westhessen, ein. Zum Wochenende hin sei die Nachfrage erfahrungsgemäß am größten, sagt Mertens mit Blick auf vier andere Testcenter des Regionalverbandes in Niedernhausen, Eschborn und in Wiesbaden. Deshalb stand für Stadt und ASB bereits am Freitag fest, dass das neue Testcenter künftig nicht nur montags und freitags von 9 bis 17 Uhr, sondern auch samstags von 9 bis 13 Uhr öffnet.

Drei bis vier Mitarbeiter, je nach Andrang, kümmern sich um die Testwilligen. Die Dattenbachhalle sei optimal, lobt Ahmed Sras, Stellvertretender Vorsitzender des ASB Westhessen – ausreichend Parkplätze davor und Platz genug für Wartende und vier Testkabinen in der Halle. Anmeldungen werden im Foyer entgegengenommen. Nach dem Test nehmen die Wartenden den rückwärtigen Ausgang und müssen – je nach Wetter – draußen, oder im Auto etwa eine Viertelstunde lang auf das Ergebnis warten.

Wenn, wie am Freitag, alle Tests negativ ausfallen, war’s das. Andernfalls steht eine Kabine für den sogenannten PCR-Test zur Verfügung, der ins Labor geschickt und dort ausgewertet wird. Die Auswertung könne bis zu 48 Stunden dauern. Solange sollten die Getesteten in häusliche Quarantäne gehen, führt Mertens aus.

Fällt auch der Labortest positiv aus, gelten die üblichen Quarantäneregeln des Gesundheitsamts.

Testzentrum ist langfristig angelegt

Simon ging noch einmal darauf ein, warum die Wahl auf die Dattenbachhalle fiel: „Wir haben unterschiedliche Standorte in allen Stadtteilen geprüft, aber entweder waren die Räume zu klein oder ungeeignet, die Zugänge zu eng oder es fehlten Parkplätze. Ideen, wie das zentral gelegene Bahnhofsgebäude wurden verworfen, „weil wir das Testzentrum auch noch benötigen, wenn dort die Gastronomie hoffentlich bald wieder öffnet“, führte Simon aus. Das gleiche gelte für andere gewerbliche oder private Räume. Gesucht wurde ein Raum, der für einen längeren Zeitraum zur Verfügung steht. Mit einem Zelt auf einem Parkplatz sei es aus Sicht der Stadt auch nicht getan, denn das müsste groß genug sein, um Warte- und Testzonen voneinander zu trennen und müsste mit Strom und fließend Wasser versorgt und Toiletten ausgestattet werden.

Die betroffenen Ehlhaltener Vereine seien informiert worden und der Tischtennisabteilung der TSG beispielsweise wurde, wie schon einmal während der Hallensanierung, der Bürgersaal als Ausweichquartier angeboten. Die Mattenfüchse hatten signalisiert, dass Kontaktsportarten ohnehin bis auf weiteres nicht möglich seien.

Die mobilen Banden für Turniere stellen die Tischtennisspieler deshalb nun dem ASB zur Verfügung, um die Laufwege und Wartezonen im Testzentrum zu markieren.

Unabhängig vom öffentlichen Testzentrum für den sogenannten Bürgertest, bietet die Stadt insbesondere den Mitarbeitern in den Kindergärten und Krippen schon seit einigen Monaten wöchentliche Schnelltests durch den Betriebsarzt an. Seit dieser Woche gibt es, wie auch an den Schulen, kostenlose Selbsttests für die Beschäftigten in den Kitas.

Dennoch empfiehlt die Stadt wegen steigender Inzidenzen, dass Eltern ihre Kinder nur in dringenden Fällen in die Tagesstätten bringen. Im Gegenzug erstattet die Stadt zu viel entrichtete Gebühren für die nicht genutzten Tage zurück. bpa

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