Auch in Eppstein sind Hunde beliebt: Die Zahl der Hunde, die in Eppsteiner Haushalten leben, ist seit einem fast sprunghaften Anstieg 2019 von 767 auf 807 Hunde mit einigen Schwankungen nahezu gleichbleibend hoch. Die Stadt hat die Entwicklung seit 2018 genau betrachtet und eine Statistik erstellt: Ende 2025 zählte die Stadtverwaltung demnach 859 steuerlich angemeldete Hunde, Das sind 21 Hunde weniger als im Vorjahr, aber deutlich mehr als noch 2018.
Den Höchststand erreichte die Hundehaltung 2022 mit 889 angemeldeten Hunden. 2022 markiert auch die Zeit der Lockdowns und der eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten. Wie in ganz Deutschland kauften sich damals viele einen Hund als Gefährten für die Familie und für Spaziergänge. Schon 2023 sank die Zahl in Eppstein deutlich auf 868 Hunde, stieg 2024 wieder auf 880 und fiel jetzt auf 859.
Von diesen 859 wurden 64 Hunde als Zweithunde gehalten und zehn als Dritthunde. Der Trend zum Zweit- oder Dritthund war zwischenzeitlich, während der Hochphase der Corona-Pandemie, deutlich stärker ausgeprägt: 2022 zählte die Stadt 80 Zweit- und elf Dritthunde. Die Zahl der als gefährlich eingestuften Hunde sank von 15 im Jahr 2018 auf zehn Enden vorigen Jahres.
Ein Grund für den Rückgang bei den Zweit- und Dritthunden könnten die steigenden Kosten sein: Seit Anfang 2025 verlangt die Stadt 84 statt vorher 72 Euro Hundesteuer für einen Hund, 132 statt 108 für den zweiten und 180 statt 144 Euro für den dritten Hund in einem Haushalt. Für einen gefährlichen Hund werden 700 Euro fällig.
Hinzu kommt ein deutlicher Anstieg bei den Lebenshaltungskosten für Hunde: Auch die Preise für Hundefutter sind deutlich gestiegen, laut dem statistischen Bundesamt zwischen den Jahren 2020 und 2024 um knapp 20 Prozent.
58 Hunde in Eppstein sind steuerbefreit; diese Regelung gilt für Assistenzhunde zum Schutz und zur Hilfe für Menschen mit Behinderung, ebenso für Hunde, die zur Therapie von psychisch kranken Menschen gehalten werden, oder Arbeitshunde wie Diensthunde von Polizei oder Zollbeamten und für ausgebildete Rettungshunde.
Ein gewaltiger Einnahmesprung für die Stadt ist mit der Hundesteuer nicht zu erzielen. Sie gehört jedoch zu den Einnahmen, die der Bundesrechnungshof voriges Jahr angemahnt hat, dass sie sie höher bewerten solle. Immerhin gehört sie zu den kommunalen Aufwandsteuern, die ohne Abzüge in die Stadtkasse fließen. 2024 nahm die Stadt rund 69 000 Euro über die Hundesteuer ein, für 2025 rechnet sie mit 88 000 Euro. Für 2026 werden im Haushaltsplan Einnahmen in Höhe von 81 000 Euro erwartet.bpa

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