Bereits im Ortsbeirat Bremthal erneuerte die Bremthaler CDU ihre Forderung, Eppstein müsse zur langfristigen Sicherung des Trinkwassers in Eppstein für Bremthal einen zusätzlichen Tiefbrunnen bohren und beantragte außerdem erneut, die Kapazität des Hochbehälters an der Wildsächser Straße von 1000 auf 1500 Kubikmeter zu vergrößern.
Bürgermeister Alexander Simon legte in der Stadtverordnetenversammlung in der vorigen Woche die aktuellen Zahlen für den Wasserverbrauch 2026 bis August vor: Der Verbrauch sei im Juli und im August im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, aber nicht so exorbitant hoch wie etwa im August 2024. Damals stieg der Wasserverbrauch von durchschnittlich 50 000 Kubikmeter während der Sommermonate im August 2024 auf einmalig 65 455 Kubikmeter an. 2025 stieg der Verbrauch in den Sommermonaten auf über 55 000 Kubikmeter und steigerte sich in den heißen Wochen 2026 im Juli auf über 56 000 und im August auf über 57 000 Kubikmeter, ist also unterm Strich während der heißen Sommermonate in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.
Die SPD-Fraktion hat angesichts der langen Hitzeperiode und der Wasserknappheit in vielen Kommunen einen Antrag gestellt mit dem Ziel des sparsamen Umgangs mit Trinkwasser und möchte, dass der Magistrat Möglichkeiten für einen dauerhaft sparsamen und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Trinkwasser prüfen soll – unabhängig von Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Wasserversorgung. Der Antrag wird im Stadtentwicklungsausschuss weiter beraten.
In der Verwaltung angekommen sind auch die beiden einstimmig beschlossenen Anträge aus dem Ortsbeirat Bremthal zur Trinkwasserversorgung. Dabei erneuert die Bremthaler CDU ihre Forderung von 2024, dass Eppstein einen zusätzlichen Tiefbrunnen benötige, der insbesondere den Stadtteil Bremthal versorgt. Die Fraktion schlägt, wie schon vor zwei Jahren vor, dass die Stadt als Standort den nicht mehr genutzten Brunnen im Königsbachtal untersuchen lässt, da für diese Oberflächenschürfung bereits Wasserrechte vorlägen und bei einer entsprechend tiefen Bohrung auch ausreichend Wasser vorhanden sein dürfte.
Die Bremthaler benötigen laut diesem Antrag im Schnitt 500 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag, im Sommer steige der Verbrauch zeitweise auf 900 Kubikmeter täglich. Die beiden Tiefbrunnen des Stadtteils können diesen Bedarf nicht decken. Deshalb bezieht Bremthal täglich etwa 300 Kubikmeter Trinkwasser vom Wasserbeschaffungsverband aus dem Hessischen Ried. Mit einem weiteren eigenen Brunnen könne die Stadt, so Bremthals Hoffnung, pro Jahr 150 000 Euro an Wasserkosten einsparen. Der Brunnen würde sich demnach langfristig lohnen, ist die Bremthaler CDU überzeugt.
Ebenfalls schon einmal in den Gremien war der Antrag der CDU für eine zusätzliche Kammer oder zwei größere Wasserkammern im Hochbehälter in Bremthal. Aktuell speichert der Hochbehälter an der Wildsächser Straße 1000 Kubikmeter. Eine Erweiterung der Kapazität um 500 Kubikmeter wäre auch aus Sicht des Brandschutzes und der höheren Brandgefahr im Sommer sinnvoll, da an warmen Tagen das Wasser in den Kammern fast vollständig aufgebraucht werde. Bei einem Ausfall von Brunnen oder einer Zuleitung wäre Bremthal demnach schnell unterversorgt, so die CDU.
Die Wiedervorlage ihrer Forderungen zur Trinkwasserversorgung in Bremthal begründet die CDU mit dem Hinweis, dass seit ihrem Antrag von 2024 nichts passiert sei.bpa

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