Nun doch Warnblinker für ausfahrende Rettungsfahrzeuge

Ein kleines Schild hinter der großen Wegweisertafel an der Einmündung der Fischbacher Straße weist auf die Ausfahrt der Rettungswache hin.Foto: Julia Palmert

Auf eine Anfrage zum Stand der Planung für die neue Ampelanlage an der B455 teilte das Straßenbauamt Hessen Mobil mit, dass inzwischen die Entscheidung gefallen sei, dass die Ausfahrt der Rettungswache in der Fischbacher Straße mit einem deutlichen Hinweisschild und einem Warnblinker ausgestattet werden solle.

Mit dieser Entscheidung könne die Ampelanlage nun, so Hessenmobil-Sprecher Stefan Säemann, „in der ursprünglichen Form (ohne Rettungswache) geplant und frühestens 2022 gebaut werden“.

Eine eigene Ampel werde die Rettungswache nicht erhalten, teilte Hessen Mobil mit. Laut Säemann sei das eine Entscheidung der Stadt, die für die Mehrkosten aufkommen – rund 500 000 Euro, schätzt Bürgermeister Alexander Simon – oder die Übernahme der Kosten mit dem Main-Taunus-Kreis klären müsste. Laut Simon sei die Option einer zusätzlichen Ampel an der Einmündung der Fischbacher Straße in die Bundesstraße nicht ernsthaft in Erwägung gezogen worden, weil dadurch mehrere aufeinander abgestimmte Ampelzeiten komplett umgestellt werden müssten und sich die einzelnen Wartezeiten deutlich verlängern würden.

Aber auch die von der Stadt vorgeschlagene „kleine Lösung“, das Anbringen eines großen Hinweisschildes auf die Rettungsausfahrt und eines von der Wache aus aktivierbaren Warnblinkers, sei bislang, so Simon, von Hessen Mobil abgelehnt worden mit dem Argument, der Schilderkatalog sehe eine solche Beschilderung an einer Bundesstraße nicht vor. Nach zwei Jahren Bearbeitungszeit, habe Hessenmobil nun anscheinend doch eine Genehmigung erteilt, dass Schild und Warnblinklicht gut sichtbar am Straßenrand aufgestellt werden dürfen. Bislang gibt es lediglich ein Hinweisschild auf städtischem Grundstück, das aber von der B455 aus nicht gut sichtbar ist.

Noch nicht geklärt sei, wer die Kosten trägt, Mindestens 10 000 Euro, schätzt Simon: Stadt, GSIM, die Baugesellschaft des Main-Taunus-Kreises, oder der Main-Taunus-Kreis als Träger der Rettungswache. „Wir stehen dazu in enger Abstimmung mit dem Kreis“, nahm Simon diplomatisch Stellung.bpa

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