Parkschleife an der Comenius-Schule gegen Verkehrschaos

In der Luftaufnahme der Comenius-Schule sind in grau die Verlängerung der Parkschleife und weitere Parkflächen markiert.Foto: Stadt

In der Luftaufnahme der Comenius-Schule sind in grau die Verlängerung der Parkschleife und weitere Parkflächen markiert.Foto: Stadt

Seit Monaten ist das Thema Schulwegsicherung an der Comenius-Schule auf der Tagesordnung der Eppsteiner Gremien.

Bereits im Dezember forderte die SPD in Bremthal und Niederjosbach morgendliche Kontrollen durch die Ortspolizei, Geschwindigkeitskontrollen und Parkverbote in Höhe der Schulzufahrt, um das vielfach von Eltern verursachte Chaos vor Schulbeginn zu ordnen. Neue Leitplanken, das Aufstellen von Findlingen und eines stationären Blitzers an der Kreisstraße zwischen Bremthal und Niederjosbach werden seitdem diskutiert. Zuletzt im Ausschuss für Stadtentwicklung.

Dort berichtete Bürgermeister Alexander Simon von einer morgendlichen Kontrolle durch Polizei und Ordnungspolizei – mit erschütterndem Ergebnis: „Neun Kinder waren nicht angeschnallt!“, sagte Simon fassungslos. Ortsvorsteher Guido Ernst schilderte das Problem aus seiner Sicht: „Wenn wir Verbote aussprechen, Schilder oder Leitplanken aufstellen, dann werden die Kinder auf der Straße rausgelassen.“ Denn das grundsätzliche Problem ändere sich nicht: „wir haben dort ein Platzproblem, der Parkplatz ist schlicht zu klein“, sagte er und erinnerte daran, dass der für das Schulgebäude zuständige Main-Taunus-Kreis den Lehrerplatz vor einigen Jahren geschlossen habe, ohne Ersatz zu schaffen. „Für dieses Thema ist der Main-Taunus-Kreis als Schulträger zuständig“, betonte Ernst.

Allerdings hat die Stadt inzwischen einen Vorschlag für neue Parkplätze erarbeitet, den Bürgermeister Alexander Simon nun im Ausschuss vorlegte. Seit fünf Jahren werde daran gearbeitet, verriet er und zeigte mit Hilfe von Luftaufnahmen, wie der jetzt vorhandene Parkplatz erweitert werden könnte. Aktuell müssen Fahrzeuge, die einen Parkplatz auf dem Schulgelände suchen, vor der Comenius-Halle wenden – im morgendlichen Bring-Chaos ein absolutes Sicherheitsrisiko. Der Vorschlag der Stadt sieht eine Art Rundkurs vor. Die Stichstraße mit den Parkplätzen wird um eine 180 Grad-Kurve erweitert und der Weg bis zur bestehenden Zufahrt verlängert. „Auf diese Weise hätten wir weitere Parkplätze, die dank der Schleife ohne gefährliche Wendemanöver erreicht werden“, führte Simon aus. Inzwischen seien auch die notwendigen Grundstücke im Besitz der Stadt, ergänzte Ernst. Der Ortsvorsteher lehnt weitere Parkverbote oder das Aufstellen von Blockaden ab, denn die Comenius-Halle werde auch außerhalb des Unterrichts für zahlreiche Veranstaltungen genutzt. Deshalb seien die Freiflächen an der Schule notwendig.

Kritik kam von Grünen-Vertreter Andreas Naujoks: „Wir haben an der Comenius-Schule ein tolles Laufprojekt und wollen die Kinder motivieren, zu Fuß zu gehen, aber bauen stattdessen Parkplätze, um die Eltern zum Autofahren zu animieren“, sagte er kopfschüttelnd. „Unsere Aufgabe ist die Sicherheit der Kinder, nicht die Erziehung der Eltern“, hielte Ernst dagegen und wies auf einen weitere Besonderheit der Comenius-Schule hin: „Möglicherweise liegt es auch an der Lage der Schule außerhalb des Ortes, dass viele Eltern den Weg als unsicher empfinden“. bpaI

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