Home | Politik und Wirtschaft

Hochgeschwindigkeitsnetz Am Quarzitbruch

Gonzalo Huidobro Foncillas, Bürgermeister Alexander Simon und Stephanus van Bergerem (v.l.) im Technikraum von Eco Terra am kleinen Anschlusskasten für die großen Bandbreiten.Foto: Julia Palmert

„Ich bin ein Glasfaser-Fan“, verriet Stephanus van Bergerem, Geschäftsführer des Nussveredlers Eco Terra, vorige Woche bei der Inbetriebnahme des ersten Anschlusses ans Netz der Deutschen Glasfaser im Gewerbegebiet Am Quarzitbruch.

Schon in den 1990er Jahren leistete der IT-Experte mit seinem damaligen Arbeitgeber in Leipzig Pionierarbeit beim Aufbau der modernen Infrastruktur, erzählte van Bergerem. Und traf nun beim Netzausbau in Eppstein einen alten Bekannten von damals wieder: Gonzalo Huidobro Foncillas. Der Spanier ist mit seinem Unternehmen Zener Telekom als Generalunternehmer für die Verlegung im Auftrag der Deutschen Glasfaser verantwortlich.

Gerade mal neun Monaten seien seit dem ersten Unternehmerfrühstück zur Vorstellung des Infrastrukturprojektes bis zur Inbetriebnahme vergangen, freute sich Sebastian Klopottek von Deutsche Glasfaser. Die Stadt Eppstein habe sofort erkannt, welchen Wettbewerbsvorteil die hohen Bandbreiten der Glasfaser haben und das Vorhaben von Anfang an unterstützt. Die Verlegearbeiten liefen derzeit voll im Plan. Weitere Glasfaser-Kunden im Gewerbegebiet sind inzwischen angeschlossen. Van Bergerem unterstrich die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für die Wirtschaft. Große Datenmengen können nun nachts auf externe Server gesichert werden, neue Cloud-Anwendungen für das stetig wachsende Unternehmen mit Online-Shop, der Austausch mit Kunden und Lieferanten sind störungsfrei möglich.

Die Verlegearbeiten laufen nach Plan. 230 Kilometer Kabel werden im Stadtgebiet verlegt, vier zentrale Hauptverteilerstationen, sogenannte Point of Presence (PoP) sind vorgesehen. Drei Baukolonnen sorgen für den schnellen Ausbau. Straßen und Wege werden per Videoaufnahmen festgehalten und sind nach der Arbeit meist besser als vorher, hat Bürgermeister Simon schon festgestellt. Absenkungen werden begradigt. Mancher Hausbesitzer habe nur daran bemerkt, dass während seiner Abwesenheit am Tage die neue Technik vor seiner Tür verlegt worden ist, weil das Moos auf dem Gehweg verschwunden war. Ende November sollen die ersten Privatanschlüsse in Bremthal angeschlossen werden.

In dieser Woche rechnet Projektleiter Christophe Paillet mit dem Durchbruch der ersten Kabelverbindung nach Niederjosbach. Die Genehmigung der Deutschen Bahn zur Verlegung unter den Bahngleisen ließ länger auf sich warten. Die Tiefbauarbeiten in Niederjosbach, Ehlhalten und Vockenhausen folgen in den Wintermonaten. Die Leerrohre liegen zum Teil schon neben der Straße. Bis zur Winterpause am 16. Dezember werde durchgearbeitet. Im Januar geht’s weiter. Zur Zeit nehmen Geologen in Vockenhausen Bodenproben.

Van Bergerem gab dem Rathauschef eine Hausaufgabe mit: Das Gewerbegebiet sei optimal an die Autobahn angeschlossen, jetzt auch an die Datenautobahn, nun sei es dringend geboten, die Wege für Fußgänger, Radfahrer und Nutzer des ÖPNV besser zu erschließen. Simon stellte in Aussicht, dass bis Sommer 2020 die Haltebucht für Busse an der B 455 mit Übergang zum Gewerbegebiet fertiggestellt werde. Gerodet sei das Gelände bereits.jp

Weitere Artikelbilder:

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

Eppstein blüht: Pflanzaktion am Eppsteiner Bahnhof
1 Woche 3 Tage
Eppstein blüht: Pflanzaktion am Eppsteiner Bahnhof
2 Wochen 2 Tage
Posaunenchöre feiern mit viel Musik gemeinsam ein …
4 Wochen 9 Stunden
Gimbacher Straße wird in zwei Etappen 2021 und …
10 Wochen 2 Tage
Weinfest heiter bis regnerisch
12 Wochen 2 Tage
X
Sichere Anmeldung

Diese Anmeldung ist mit SSL Verschlüsselung gesichert