Eigener Parkplatz für Wohnmobile gefordert

Wohnmobil im Straßenverkehr.
            Foto: magnific.com

Wohnmobil im Straßenverkehr.

Foto: magnific.com

Dem einen sind sie eine Freude, den anderen ein Ärgernis: Wohnmobile gehören längst zum Stadtbild, sei es weil ihre Fahrer sich eine Übernachtungspause am Straßenrand gönnen …

… oder für einen kurzen Stadtbummel einen günstig gelegenen Parkplatz suchen oder weil ihre Besitzer die Fahrzeuge während der Wohnmobilsaison nicht ins Winterquartier bringen wollen und deshalb teilweise über Wochen am Straßenrand parken.

Ihren Antrag, dass die Stadt ein öffentliches Gelände für Wohnmobil-Touristen in Bahnhofsnähe zur Verfügung stellen solle, hat die SPD inzwischen zurückgezogen. Unter anderem, weil die Genossen keinen Vorschlag für einen konkreten Standort machen und nicht darstellen konnten, wie solch ein Platz ausgestattet sein solle. Außerdem konnten sie nicht nachweisen, dass sich ein solcher Platz für den Campingplatz in Niederjosbach nicht nachteilig auswirkt. Tatsächlich leite er Camper und Wohnwagen oft nach Idstein weiter, wenn seine Kapazität während der Saison nicht ausreicht, bestätigte Betreiber Ralf Bröske. Er sprach allerdings auch von einem relativ großen Aufwand, selbst für einen reinen Übernachtungsplatz. Mindestausstattung sind aus seiner Sicht, Wasser Ver- und Entsorgung, Mülleimer und möglichst auch Toiletten, wenn man keine unangenehmen Hinterlassenschaften wegräumen will. Diese Ausstattung wäre mit Investitionen verbunden, gab Bürgermeister Alexander Simon im Ausschuss zu bedenken. Um Parkgebühren zu erheben, müsste die Stadt Personal beauftragen, das anderswo fehlen würde.

Nun kam die FWG in der Stadtverordnetenversammlung mit einem anderen, aber ähnlichen Vorschlag. Diesmal aber sollte die Stadt nach einem Gelände suchen, dass sie Eppsteiner Wohnmobilbesitzern kostenlos zur Verfügung stellen könne, damit deren Wohnmobile nicht teilweise als „Dauerparker“, so die FWG, über Wochen die Parkstreifen am Straßenrand blockieren. Sollte es eine entsprechende Fläche geben, solle die Stadt ein Betriebsmodell erarbeiten und im Anschluss prüfen, ob das Abstellen oder Dauerparken von Wohnwagen und Wohnmobilen im Stadtgebiet außerhalb dieser Fläche eingeschränkt werden könne. bpa

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