2200 Menschen in Arbeit vermittelt

Stand der Arbeitslosenzahlen im Dezember 201.Quelle: Eingliederungsbericht 2021 MTK

Im vergangenen Jahr hat der Main-Taunus-Kreis mehr als 2200 Menschen in Arbeit vermittelt. Das geht aus dem Integrationsbericht des Kreisbeigeordneten Johannes Baron hervor. Auch im laufenden Jahr seien zahlreiche Maßnahmen geplant, um Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Eine organisatorische Herausforderung sei die Auszahlung von Sozialleistungen an Ukraine-Flüchtlinge, zu denen der Bund neue Regelungen getroffen hat. Aber sie seien zu bewältigen, fasst der Sozialdezernent zusammen.

Laut Eingliederungsbericht wurden im vergangenen Jahr 2226 Menschen in Jobs vermittelt. Im Jahr zuvor waren es 2017. „Damit bewegen wir uns wieder auf das Niveau der Vor-Corona-Jahre zu“, erläutert Baron. Knapp 1600 der im vergangenen Jahr vermittelten Personen hätten reguläre Voll- oder Teilzeitarbeitsplätze erhalten, der Rest Minijobs. Etwa zwei Drittel der vermittelten Menschen waren auch nach einem Jahr noch sozialversichert beschäftigt: Darin sieht Baron einen Erfolg.

An den mehr als 30 Förderangeboten nahmen fast 2000 Menschen teil. Die Ausgaben in Höhe von rund 5,9 Millionen Euro wurden überwiegend aus Bundes- und Landesmitteln finanziert, der Main-Taunus-Kreis übernahm etwa 15 Prozent.

Die Arbeitslosenquote betrug 2021 im MTK 2,2 Prozent, in Eppstein waren 148 Menschen arbeitslos, darunter 21 junge Menschen unter 25 Jahre. Das sind 2 Prozent der 8560 arbeitsfähigen Einwohner Eppsteins.

Von den rund 239 300 Einwohnern des am zweitdichtesten besiedelten Landkreises in Deutschland sind 76 Prozent der Menschen im erwerbsfähigen Alter, davon sind jedoch etliche noch in Schule, Ausbildung oder Studium. 14 Prozent der Bevölkerung ist unter 15 Jahre, zehn Prozent im Rentenalter.

Auch 2022 setzt der Kreis seine Unterstützung fort, erläutert Baron. So wolle der Kreis ein neues Ausbildungs- und Sozialzentrum aufbauen. Dort werden ausbildungsvorbereitende Maßnahmen aber auch jede Form von betrieblicher Ausbildung unter einem Dach vereint. Die Ausschreibung für den Betrieb dieses Zentrums laufe derzeit. Das Sozialkaufhaus Tisch & Teller litt unter den Beschränkungen der Pandemie, soll aber im Laufe des Jahres wieder eröffnet werden.

Auch seien gezielt Maßnahmen für ukrainische Flüchtlinge geplant, zum Beispiel Vermittlungsarbeit oder eine Zeitarbeitsbörse mit heimischen Unternehmen.

Die Sozialleistungen für Ukraine-Flüchtlinge stelle den Kreis vor große Herausforderungen. Wie Baron erläutert, wurden sie bislang aus dem Asylbewerberleistungsgesetz des Landes gedeckt. Nach einem Beschluss des Bundes sollen die Flüchtlinge vom 1. Juni an Zahlungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) erhalten, was organisatorische Umstellungen in den Kommunen erfordert. Nach den aktuellen Zahlen erhalten rund 2030 ukrainische Flüchtlinge im Kreis Leistungen nach dem SGB.

In manchen Fällen müsse der Kreis Zahlungen von Leistungen vorstrecken, zum Beispiel beim Kindergeld, und es sich dann von den Kostenträgern zurückholen. Zudem müssten zusätzliche Daten von den Betroffenen erhoben werden. Alles das sei ein großer Aufwand.

Unabhängig davon biete das Jobcenter Maßnahmen für geflüchtete Menschen an, darin werden Sprachkenntnisse gefördert, aber auch an den eigenen Ressourcen gearbeitet und die soziale und gesellschaftliche Integration gefördert. Die meisten der Teilnehmenden kamen aus Syrien (37 Prozent), ein Viertel aus Afghanistan, 14 Prozent aus Eritrea, ein Viertel aus anderen Herkunftsländern.

Nach weiteren Neuregelungen des Bundes erhalten alle Empfänger von Arbeitslosen-Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II) im Juli eine Einmalzahlung von 200 Euro. Für Kinder in diesem Personenkreis sei ein monatlicher Zuschlag von 20 Euro vorgesehen.EZ

Kommentare

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
17 + 2 =
Lösen Sie diese einfache mathematische Aufgabe und geben das Ergebnis ein. z.B. Geben Sie für 1+3 eine 4 ein.


X