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Volker Steuernagel zieht von der Burgbühne in den Posthofkeller

Das Ensemble der „Magischen Blätter“ (v.l.): Saskia Ackerstaff, Yannik Petsch, Tanja Landgraf, Nicole Emert und Volker Steuernagel.Foto: Showspielhaus

Nach fünfjähriger Pause kehren Bernhard Westenberger und Hans-Jürgen Mock zurück in den Posthofkeller in Hattersheim, mit Mocks neuestem Stück „Die magischen Blätter“.

Auch ein Eppsteiner spielt im neuen Ensemble mit und stand bei der Premiere am vergangenen Wochenende erstmals mit der neuen Truppe auf der Bühne. Burgschauspieler Volker Steuernagel hatte sich beworben und erhielt die Rolle eines Schulhausmeisters, der nebenbei als Erfinder die magischen Blätter entwickelt hat: Alles, was auf ihnen geschrieben steht, wird Realität.

Die fünf Darsteller spielen und singen in verschiedenen Rollen. Für sein Familien-Musical hat Mock Texte deutscher Liedermacher zum Teil umgeschrieben.

Er habe etwas Neues ausprobieren wollen, sagt Steuernagel, warum er sich beim Posthofkeller beworben hat. Früher war er selbst hin und wieder dort zu Gast und freute sich, dass Westenberger und Mock dort eine Dependance zum Showspielhaus in Hofheim aufmachen. Nach den beiden Premierenvorstellungen war er begeistert von der dichten Atmosphäre in dem gerade mal 90 Zuschauer fassenden Raum. Gespielt wird auf einer winzigen Bühne, dicht vor dem Publikum. Steuernagel wechselt während der Aufführung viermal sein Kostüm. Zeit zum Nachdenken bleibe da nicht. Das Spielen im engen Posthofkeller sei nicht zu vergleichen mit den Auftritten auf der Burg, sagt Steuernagel, die Arbeit mit dem kleinen Team sei absolut kurzweilig, das Stück voll gepackt mit Action und Gesang.

Da er sowieso nur alle zwei Jahre auf der Burg mitspielt – dieses Jahr pausiert er – verpasst er durch den Abstieg in den Keller nichts. Zur Premiere kamen denn auch außer der Familie, einige Burgschauspieler.

Als Hausmeister und Erfinder legt Steuernagel die magischen Blätter in den Schulkopierer und bringt die Handlung ins Rollen, führt als Erzähler durchs Stück und schlüpft in eine Märchenrolle. Denn zwei Schüler drucken ihre Referate über Grimms Märchen und die Erzählungen aus 1001 Nacht aus Versehen auf den magischen Blättern aus. Die Figuren werden lebendig. Durch einen Zufall geraten die Referate durcheinander und damit auch die verschiedenen Märchenwelten.

Auf der Bühne treffen sich so Alibaba und Rotkäppchen, Sindbad und die böse Hexe aus Hänsel und Gretel, Rapunzel und eine Meerjungfrau, dann bringt ein kleiner Junge einen Dinosaurier ins Spiel…

Regisseur Bernhard Westenberger hält seine Truppe immer in Bewegung. Die Aufmerksamkeit des Publikums ist ständig gefordert. Die Handlung ist abwechslungsreich, die Texte sind witzig und ironisch.

Von der ursprünglichen Theatergruppe ist nur noch eine Darstellerin dabei. Die neuen Schauspieler stammen alle wie Steuernagel aus dem Main-Taunus-Kreis und spielen zum ersten Mal zusammen. „Die anderen haben deutlich mehr Schauspielerfahrung als ich“, sagt Steuernagel, aber auch das habe ihn an der Rolle gereizt.

Bis zur Sommerpause wird das Stück noch zwölfmal im Posthofkeller in der Sarceller Straße 1 aufgeführt: Unter anderem im März jeweils freitags und samstags, außerdem am 17., 30. und 31. Mai und am 1., 7.und 8. Juni.

Tickets und das weitere Programm gibt es unter www.posthofkeller.de oder telefonisch 0180 605 04 00. bpa

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