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Virtuoser Ausklang der Feiertage

Das Ensemble 4-Times-Baroque begeisterte auch als Trio in der Talkirche.

Flöte, Violine und Cembalo – drei Musiker des Quartetts 4-Times-Baroque in einem stimmungsvollen Ambiente – spielten erstmals in der Eppsteiner Talkirche. Auf den vierten Musiker im Bunde mussten die drei Musiker und das Publikum aus familiären Gründen verzichten.

Die mit dem Opus Klassikpreis für junge Nachwuchskünstler des Jahres 2018 hochgelobten in Frankfurt ansässigen Musiker haben sich auf die Interpretation der Musik des Barocks im 17. und 18. Jahrhundert spezialisiert. Schon lange vor Konzertbeginn waren in der Talkirche keine Plätze mehr frei. Niklas Manthey und Manfred Sturm fassten für die Eppsteiner Zeitung ihre Eindrücke vom Konzertabend zusammen:

Der Abend stand unter dem Motto „Caught in Italian Virtuosity“, was frei übersetzt so viel wie „gefangen in der italienischen Virtuosität“ heißt. Durch ihr wahrhaft mitreißendes Spiel voller Dynamik, Geschwindigkeit, Rhythmik und wundervoller Harmonien war diese Virtuosität unmittelbar erfahrbar und ließ vergessen, dass das Quartett nicht komplett besetzt war. Die Musiker starteten ihr weihnachtliches Konzert mit Händels Ouvertüre zur Oper Rinaldo.

Mit ihrem Musikstil und der frischen Art von Jan Nigges, das jeweilige Werk unterhaltsam und fachkundig zu moderieren, gaben die drei Musiker der Alten Musik junge Attribute, die zu jeder Zeit eine gekonnte, immer technisch einwandfreie und nachvollziehbare Interpretation der Werke waren. Einfach virtuos!

Neben aller Perfektion erläuterten die Musiker dem lauschenden Publikum kurzweilig und informativ die Besonderheiten der Bauart und der daraus resultierenden Spielweise ihrer alten Instrumente.

Die einst Telemann zugeschriebene Triosonate d-Moll des Hamburger Komponisten Pierre Prowo (1667-1757) und das Konzert RV 100 in F-Dur von Antonio Vivaldi waren ein Ohrenschmaus. Es schien dem Publikum noch mehr Spaß zu bereiten den barocken Klängen zu lauschen.

Flötist Jan Nigges, Geiger Jonas Zschenderlein und Cembalisten Alexander von Heißen umschmeichelten das Publikum auch mit leisen Tönen, wenn sich Vivaldis Musik in den Mauern der Talkirche ausbreitete.

Es gelang den drei virtuosen Musikern von 4-Times-Baroque bekannte Sätze mit neuen Feinheiten auszuschmücken. Überzeugend durch ihr hervorragendes Spiel und der Art sich den Werken hingebungsvoll und achtsam zu widmen hatte das Publikum sichtlich Spaß diesem Konzert zu folgen. Die Zuhörer wurden förmlich mitgerissen. Die jüngste Zuhörerin ging mit dem ganzen Körper mit der Musik mit und auch bei vielen gesetzteren Herrschaften zuckte der Fuß im Rhythmus der Musik.

Der weihnachtliche Konzertabend des Kulturkreises endete wie jedes Jahr mit dem Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“, das mit musikalischer Unterstützung der Künstler von den Zuhörern gesungen wurde.

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