Konzert zeigt Vielfalt der Musik

Klavierlehrer Winfried Turowski und Cellolehrerin Giyeon Hong-Nellen.Foto: Thomas Ungeheuer

Klavierlehrer Winfried Turowski und Cellolehrerin Giyeon Hong-Nellen.Foto: Thomas Ungeheuer

Im Konzertsaal der „Musikschule Eppstein-Rossert.“ fand am Sonntag wieder das „Herbstliche Schüler Lehrer Konzert“ statt. Durchaus gut besucht war diese facettenreiche Veranstaltung, die jedes Jahr im September stattfindet.

Tatsächlich ist schnell festzustellen, wie offen das Publikum für die unterschiedlichsten Komponisten und deren Stile ist. Stehen doch Stücke von Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Henry Mancini, Sting, Giacomo Puccini oder Robert Schumann auf dem Programm.

Wobei schon zum Auftakt die Schülerinnen Domino Hendriks und Pia Meyer mit dem erstaunlichen Spiel ihrer Blockflöten und den Kompositionen von Arcangelo Corelli, Michel Pignolet de Monteclair und Jacques Hotteterre begeistern.

Ab und an erzählt Gesangslehrerin Enikö Szendrey etwas über den Ursprung einzelner Lieder. So auch zu „L‘ho perduta me meschina“ – einem Stück aus der Oper „Die Hochzeit des Figaros“ (Mozart), das von Maresa Stieball vorgetragen wird. Im starken Kontrast hierzu spielt Gitarrenlehrer Volker Schmitt mit seinem jungen, begabten Schüler Robert Mirciov das sehr reizvolle Instrumental „Ballad to Guinivere“ von M. Linnemann. Wesentlich bekannter ist freilich im Anschluss das Lied „Kein schöner Land“, bei dem Klavierlehrerin Ulrike Drommeshauser ihre Schülerinnen Bärbel und Valentina Thiele am Flügel begleitet.

Wie weit Musikstile in diesem Konzert voneinander entfernt liegen können, zeigt sich auch als David Schatz (Violine) mit seinem Lehrer Christopher Hardt (Klavier) den Song des Filmkomponisten Henry Mancini „The days of wine and roses“ in einem wunderbar eigensinnigen Instrumentalarrangement spielen. Auch Laura Tilburgs überrascht. Orientiert sie sich doch in ihrem gefühlvollen Vortrag des Liedes „Fields of gold“, nicht am Original von Sting. Wie sie selbst sagt, liegt ihr „die Stimmlage und vor allem der Ausdruck“ der Coverversion von Eva Cassidy wesentlich mehr. Mit ihrer Lehrerin Kerstin Heid (Gitarre) entlässt sie das gut gelaunte Publikum in die Pause.

Im zweiten Teil des Konzerts darf man, nachdem mehrere Gitarrenschüler und Schülerinnen mit ihrer Lehrerin Kerstin Heid das irische Traditional „King of fairies“ gespielt haben, sich auf den faszinierenden Auftritt von Angela Stieball freuen. Gemeinsam mit Ulrike Drommeshauser am Flügel gibt es „Quando m‘en vò, Walzer der Musetta“ aus Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ zu hören. Welch hohes Niveau!

Sicher haben dabei auch Stieballs Tochter Maresa und die jungen Sängerinnen Bärbel und Valentina Thiele bewundernd zugehört, bevor sie selbst zusammen mit Angela Stiebal das Publikum mit ihrem harmonischen wie vielfarbigen Gesang des Liedes „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ beindrucken.

Zum krönenden Abschluss gehört die Bühne ganz Klavierlehrer Winfried Turowski und Cellolehrerin Giyeon Hong-Nellen. Und in der Tat fasziniert deren virtuoses Spiel bei „Zart und mit Ausdruck“ von Robert Schuhmann ungemein. Ein wundervolles, ja erfrischendes Konzert! Thomas Ungeheuer

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