Wer nach dem Rundgang noch verweilen möchte, kann sich im Juchhe-Café ab 14 Uhr von den Eppsteiner Burgschauspielern mit Kaffee und Kuchen oder einem Glas Wein verwöhnen lassen. Die Bewirtung liegt in den Händen von Helga Terzka, Vorstandsmitglied der Burgschauspieler, die gemeinsam mit ihrem motivierten Café-Team die Gäste mit großer Herzlichkeit und viel Sinn für Atmosphäre bewirtet.
In Kooperation mit dem Burgmuseum ist im Juchhebau außerdem die Sonderausstellung „Im Bad mit Gottfried“ zu sehen. Warum also den Genuss nicht mit etwas Wissen über das Leben auf der Burg verbinden? Mit einer Erfrischung in der Hand kann man dort erfahren, dass das Brunnenwasser nicht immer hygienisch war. „Die Herren von Eppstein tranken viel Wein, denn verunreinigtes Brunnenwasser konnte zu ‚Gerumpel im Bauch‘ führen“, berichtet Museumleiterin Monika Rohde-Reith. Daher habe man sich zur Wasserversorgung der Herrscherfamilie, ihres Personals und der Tiere zusätzlich Wasser aus den Fließgewässern auf die Burg transportieren lassen. Wasser wurde auch für den Badezuber benötigt, denn warme Bäder waren begehrt. Aber statt der Toiletten mit Wasserspülung gab es nur Aborte mit Fallschacht. „Die Gerüche der damaligen Zeit bleiben den Gästen auf der Burg heute zum Glück erspart“, so Rohde-Reith. Zum Museumstag locken vielmehr frische Waffeln, köstlicher Kuchen und aromatischer Kaffee die Besucher an. „Was unser Café-Team hier auf die Beine stellt, ist wirklich bemerkenswert – mit Leidenschaft, Kreativität und einem Lächeln, das ansteckt“, schwärmt Juliane Rödl, die erste Vorsitzende, über den Einsatz der Burgschauspieler.
Geöffnet ist Burg Eppstein am 17. Mai von 10 bis 17 Uhr, das Museum von 11 bis 17 Uhr. Das Juchhe-Theater-Café öffnet um 14 Uhr. Der Eintritt ist am Internationalen Museumstag kostenlos.rr

Kommentare