„In der Klimaforschung sollten wir es eigentlich nur mit Tatsachen, Evidenzen und Wahrscheinlichkeiten zu tun haben, wenn da nicht auch Fakes wie Unkraut aus dem Boden schießen würden“, beschreibt Gerhard Kreysa die Lage. Ein geradezu klassischer Fake behauptet, Schwankungen von Temperatur und CO2-Gehalt der Atmosphäre hat es schon immer gegeben, auch vor dem Auftreten des Menschen. Also kann das nicht menschengemacht sein. Kreysa: „Ja, aber seit 1950 läuft das CO2 signifikant aus dem Ruder und den heutigen Zustand der Atmosphäre hat Homo Sapiens noch nie erlebt. Mit einem ,Weiter so‘ würden wir bei vollständiger Verbrennung aller fossilen Rohstoffe die Welt bis zum Beginn des Carbons vor 350 Millionen Jahren zurückdrehen. Wir sind dabei, die Voraussetzung unseres Lebens 50.000 mal schneller zu vernichten als unser Planet sie schaffen konnte“, mahnt der pensionierte Wissenschaftler. „Auch die nicht totzukriegende Idee der Biokraftstoffe kann uns nicht retten. Wollten wir nur alle unsere Pkw damit betreiben, bräuchten wir dafür unsere gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche“, rechnet Kreysa vor. Mit dem energetischen Ertrag von einem Hektar Landfläche könne man ein Verbrenner-Auto oder aber 310 batterieelektrische Autos betreiben. Erst kürzlich habe das IPCC das pessimistischste seiner Klimaszenarien etwas nach unten korrigiert. Es wird gezeigt, warum dies keinerlei Entwarnung begründen kann, wie es sofort von Klimaschutzgegnern behauptet worden ist.
Der Kulturkreis lädt zum Pop-Science Vortrag „Fakten und Fakes beim Klimaschutz“ mit Professor Gerhard Kreysa am Freitag, 25. September, um 19.30 Uhr in den Blauen Saal im Rathaus I in Vockenhausen ein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Weitere Infos unter: www.kk-eppstein.de/veranstaltungen


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