Mit Umzug und Baum: „Endlich wieder Kerb in Bremthal!

Fahnenschwingend feierten die Bremthaler Kerbeburschen und -mädchen auf dem Dorfplatz ihre Kerb. Fotos: Jonas Schönian

Die Sonne scheint, der Dorfplatz ist belebt und unweit des Bremthaler Kirchturms steht ein weiterer ehrgeiziger Aufbau mit eindeutiger Aussage: Es ist Kerb! Mit rund 25 Metern ist die Fichte nicht ganz so hoch wie der Turm aber dennoch ein beeindruckendes Symbol.

Die Kerbeburschen hatten sie aus dem Bauwald geholt und mit Hilfe eines Krans von MB Baumdienste aufgestellt.

19 aktive Kerbeburschen- und -mädchen – darunter fünf Neuzugänge – luden in diesem Jahr endlich wieder zu einer „richtigen Kerb nach Corona oder in der Coronapause“ ein, so Kerbevadder Maximilian Ulshöfer, der gleichzeitig Kassierer der „KG Amor“ ist.

„Ich freue mich einfach, dass nach zwei Jahren mal wieder die Nachbarschaft vorbeigekommen ist: Kerbegesellschaften aus Auringen, Fischbach, Oberjosbach, Ehlhalten, Lorsbach, Schloßborn und sogar aus Schwanheim, Hassloch und Rüsselsheim sind dabei. Alle haben sich gefreut, dass sowohl sie selbst, als auch wir wieder Kerb feiern dürfen“, so Ulshöfer.

Auch der Zweite Vorsitzende, Florian Heres, berichtete über die Freude der Besucher über die Kerb: „Die haben uns die Bude eingerannt!“ berichtete er stolz. „Die Besucher standen trotz personell gut besetztem Getränkewagen in Zweier und Dreierreihen an, das Zelt war dauerhaft voll besetzt und die Stimmung grandios“ fuhr er fort. Sowohl freitags die Band „Nite Live“, eine Band mit Mitgliedern der bekannten Gruppe Mixxed Up, als auch samstags „Hot’n Cold“ und sonntags die „Heftricher Dorfmusikanten“ kamen sichtlich beim Publikum an.

Der Sonntagsumzug durch den Ort war mit nicht einmal zehn Fahrzeugen und Gruppen etwas kleiner als früher – Nur die Altkerbeborsch, der Gesangverein Liederkranz, die „Auringer Schnooge“ und ein weiterer, mit Apfelwein-Deko verzierter Wagen sowie als Laufgruppen die Kerbeburschen- und Mädchen und der Heimat- und Geschichtsvereinverein, der mit einem historischen Puppenwagen um Mitglieder warb, waren dabei. Dennoch war der Umzug nicht weniger intensiv: „Wir haben deutlich länger gebraucht als geplant – Wir haben uns einfach etwas Zeit genommen und die ganze Runde durch den Ort genossen!“, erklärte der Kerbevadder. Viele Zuschauer hatten sich entlang der Wiesbadener Straße und in der Neugasse aufgestellt. Dort gab es auch einige Stationen, an denen Anwohner Getränke ausschenkten. Nach dem Umzug hielten Ortsvorsteher Guido Ernst und Landrat Michael Cyriax kurze Ansprachen und freuten sich über die gelungene Veranstaltung. Bürgermeister Alexander Simon fuhr im Wagen des Gesangvereins Liederkranz mit.

Auf dem Platz selbst waren das Kinderkarussell, Axels Imbiss, eine Schießbude sowie ein Süßigkeitenstand zu finden. Auch der vereinseigene Getränkewagen hatte gut zu tun, ebenso wie die Helfer am Kuchenstand im Festzelt.

Bevor die Kerb am Montag beerdigt wurde, startete der Tag noch mit dem Frühschoppen. Neben kühlen Getränken durfte der eigene Apfelwein nicht fehlen. „Auch in diesem Jahr ist er uns gelungen und kam sehr gut an. Um die fünf Tonnen Äpfel ergaben über 2000 Liter Apfelwein“, so Ulshöfer und Heres. Tatsächlich wurden allein am Samstag über 600 Liter frisch aus dem Fass in Gläser gefüllt. „Wir können den Wein endlich wieder persönlich ausschenken und miteinander genießen, ohne für den Verkauf auf „Bag in Box“-Abfüllung zurückgreifen zu müssen!“ freute sich der Kerbevadder. js

Weitere Artikelbilder:

Kommentare

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
13 + 3 =
Lösen Sie diese einfache mathematische Aufgabe und geben das Ergebnis ein. z.B. Geben Sie für 1+3 eine 4 ein.


X