Zum Tod von Herbert Engelhard

Herbert Engelhard †
            Foto: EZ-Archiv

Herbert Engelhard †

Foto: EZ-Archiv

Wie so viele Hinzugezogene war auch Hebert Engelhard ein Glücksfall für Eppstein: Der gebürtige Hofheimer zog nach der Hochzeit 1969 ins Elternhaus seiner Frau Rosemarie in der Fischbacher Straße und fühlte sich sofort in Eppstein heimisch.

Jetzt ist er im Alter von 83 Jahren in seinem Haus gestorben.

Der Architekt stieg nach der Heirat ins Bauunternehmen seines Schwiegervaters mit ein und engagierte sich wie seine in Eppstein bekannten Berufskollegen Hans Jakob Sauer und Wilhelm Plöcker viele Jahre lang im Burgverein für den Erhalt der Ruine. Darüber hinaus war Engelhard Schöffe im Ortsgericht und pflegte bis zuletzt seine umfangreiche Sammlung von Postkarten mit Eppsteiner Motiven.

1750 Postkarten sammelte er im Laufe von rund 50 Jahren, schrieb die Eppsteiner Zeitung im Jahr 2018, als wir ihm ein Portrait in unserer Reihe „Eppsteiner Gesichter“ widmeten. Inzwischen dürfte die Sammlung noch umfangreicher geworden sein.

Tochter Anke Ernst-Lang, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern bei Alsfeld wohnt, berichtete, dass er nach dem Tod seiner Frau allein in seiner Wohnung lebte. Sie habe nahezu täglich mit ihrem Vater telefoniert. Bis zu diesem Frühjahr traf man den rüstigen Rentner immer wieder bei seinen täglichen Spaziergängen zur Bank oder zum Einkaufen, die er gern nutzte, um mit Bekannten ein Schwätzchen zu halten. Sehr zu schaffen machte ihm der Tod seines Sohnes Klaus, der mit seiner Familie ebenfalls im Elternhaus wohnte. Er starb vor einem halben Jahr nach langer Krankheit. Ein Lichtblick seien die drei Enkel gewesen, von denen einer gerade seine Ausbildung zum Maurer absolviert und damit die Familientradition fortsetzt.bpa

Kommentare

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben


X