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Taunusliebe: Theater mit Happy End für Oma und Enkel

Die Jubilare des Gesangverein Taunusliebe mit dem Vorsitzenden Stefan Pfeiffer (l.) und Sängerkreis-Vertreter Roland Häuber (3. v.l.)..Foto Helga Mischker

Mit einer herzlichen Begrüßung der zahlreichen Gäste eröffnete der Vorsitzende des Gesangvereins Taunusliebe 1921 Niederjosbach, Stefan Pfeiffer, den Unterhaltungsabend vergangenen Samstag im Vereinssaal in Niederjosbach.

Der Chor stimmte das Publikum mit Gesang auf die feierliche Ehrung langjähriger Chormitglieder ein, bevor die Theatergruppe der Taunusliebe den Schwank von Walter G. Pfaus „Erstens kommt es anders…“ aufführte.

Der „Angriff auf die Lachmuskeln“, so hatte es der Verein versprochen, gelang mit diesem Stück, bei dem Beate Mühl Regie führte. Urkomisch waren die vergeblichen Versuche des Ehepaares Valentin, zwei Wochen in Zweisamkeit zu verbringen. Als dann noch der Nachbar Fabian Brenner – glänzend gespielt von Heinz Seebold – eingriff, um ungebetene Gäste zu vertreiben, waren viele herzhafte Lacher zu hören.

Alles begann so vielversprechend: Sohn und Oma sind weg und das Ehepaar – Axel gespielt von Gerhard Naschold, Jutta gespielt von Astrid Kiontke – freut sich auf eine gemeinsame Zeit. Aber Pustekuchen, es kommt Besuch: Zunächst steht der Nachbar Fabian im Wohnzimmer, Heiratsanwärter von Oma, der noch tapfer in die Flucht geschlagen wird. Dann verschafft sich eine Urlaubsbekanntschaft, die dreiköpfige Familie Schnepf, Zutritt zum Haus und lässt sich einfach nicht abwimmeln. In ihrer Not holen die Valentins den gedemütigten Nachbar ins Boot, um die Eindringlinge aus dem Haus zu ekeln.

Als schwerreicher Onkel „mit Vollmeise“ mimt Fabian würdevoll einen in rotem Umhang gewandeten König mit aufgeblasener Krone auf dem Kopf. Seine Untertanen sollen ihm auf Knien die Hand küssen.

Ob sich die Familie Schnepf durch Unterwerfungsrituale vertreiben lässt? Fehlanzeige, selbst als Fabian einen zackigen General spielt, der die Anwesenden zur Putzkolonne degradiert und mit dem Gewehr stramm stehen lässt, lassen sich die Schnepfs nicht zum Auszug bewegen.

Auch Eifersucht vermag nichts auszurichten: Der zum Casanova mutierte Fabian macht sich an die heimliche Geliebte von Sven Kilb in seiner Rolle als Albin Schnepf heran, an die von Marion Pfeiffer gespielte Dora Schumann.

Auch Andrea Mauer, in ihrer Rolle als Rosel Schnepf tituliert als Dornenvogel, schluckt ihren Ärger herunter. Ruhe kehrt erst ein, als die von Beate Mühl gespielte Oma nach Hause kommt und Fabian von seiner „Krankheit“ heilt. Nach einer Eifersuchtsszene willigt sie sogar in die Ehe mit ihm ein.

Auch der talentierten Jugend ist ein Happy End beschert: Martin Valentin (Timo Litzius), der Sohn des Hauses, fühlt sich zu Tanja Schnepf gespielt von Tanja Ernst hingezogen. Sie darf in seinem Zimmer einziehen, während ihre Eltern endlich abreisen.

Souffleur Hermann Ernst trug viel zum Gelingen der Aufführung bei. Das Publikum spendete viel Applaus.

Etliche erlebten ihren ganz persönlichen Höhepunkt des Abends bei der Würdigung ihrer Vereinsjubiläen. „Manche sind lange dabei, manche sehr lange“, sagte Pfeiffer vieldeutig.

So ehrten Pfeiffer und Roland Häuber, Vorsitzender des Sängerbundes Vockenhausen und stellvertretender Vorsitzender des Sängerkreises Main-Taunus, das langjährige Vereinsmitglied Bernhard Dörr für die 70-jährige Vereinszugehörigkeit. 60 Jahre ist Heinz Steyer dabei, 50 Jahre Alexander Bendle, Prof. Alois Ickstadt, Manfred Kasper, Josef Kornmann und Karl Müller. Auf eine 40-jährige Mitgliedschaft blickt Achim Honigbaum zurück. Rainer Heidenreich, Karin Reuss, Claudia Sossenheimer und Thomas Sossenheimer wurden für ihre 25-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt.

Die tollen Preise, die es bei der Tombola zu gewinnen gab, machten den Abend rund. Die Preise wurden von Sponsoren aus dem Ort gespendet, beispielsweise Friseurin Ickstadt, Farbenwelt Göttnauer und Kastanienhof. mi

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