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Spieleturnier in der Seniorenresidenz

Willkommene Abwechslung im Alltag der Seniorenresidenz: die Spielenachmittage.Foto: ffg

Zum Jahresende bereiteten die Jugendlichen, die ehrenamtlich jeden Samstag die Spielegruppe in der Seniorenresidenz in der Langenhainer Straße leiten, den betagten Spielerinnen und Spielern mit einem Turnier einen krönenden Abschluss des gemeinsamen Spielejahres.

Auf die Sieger warteten attraktive Preise, die dank der Spende eines Unternehmens am Frankfurter Flughafen eingekauft wurden. Mit größeren ersten Preisen und vielen kleineren Trostpreisen gab es am Ende nur Gewinner.

Betreuer Kamal Ibrahim war sich jedoch mit den Jugendlichen einig, dass Spaß und Erfolgserlebnisse beim gemeinsamen Spiel für die Teilnehmer im Vordergrund stünden. Ibrahim gehört zum Team der hauptamtlichen Seniorenbetreuer in der Residenz und unterstützt Benny, Chantal, Lars, Lily, Naemi und Rami bei ihren wöchentlichen Einsätzen. Um die Chancengleichheit zu wahren und keinen der Teilnehmer zu überfordern, teilte das Spiele-Team die Wettkampfteilnehmer in drei unterschiedlich starke Gruppen ein. „Das sind unsere internen Kreis-, Landes- und Bundesliga-Teams, die in den beiden Disziplinen WII-Kegeln und Mensch-Ärger-Dich-Nicht gegeneinander antreten“, scherzte Ibrahim.

Damit ein Spielenachmittag harmonisch verläuft, sei viel Geschick und Einfühlungsvermögen notwendig. Schon kleine Ursachen könnten zu individueller Überforderung führen und aggressives Verhalten auslösen. Doch die Jugendlichen leiteten ihre Gruppen mit Empathie und freundlicher Konsequenz. Sie halfen, schlichteten und motivierten und hatten die Gruppendynamik im Griff.

Innerhalb weniger Minuten waren alle vom Spielefieber gepackt, würfelten und zogen konzentriert überdimensionale Figuren auf einem großen Spielebrett. Lebhaft und fröhlich ging es zu. Der Spiele-Nachmittag bedeutet allen sehr viel. Nicht jeder Bewohner war in der Lage, daran teilzunehmen. Deshalb besuchten die Jugendlichen nach der Siegerehrung alle bettlägerigen Bewohner, führten kleine, persönliche Gespräche und verteilten Trostpreise auf der Station. „Wir wollen alle einbinden und ihnen Kontakt mit der Welt außerhalb der Residenz geben“, erklärte Ibrahim.

Lily betonte, ihr persönlich größter Lerneffekt sei gewesen, dass sich der Sammelbegriff „Die Alten“ aufgedröselt habe in Individuen mit gänzlich unterschiedlichen Persönlichkeiten. Sie genieße, genau wie Benny, der schon seit 2014 dabei ist, die Wertschätzung die sie erfahre, die professionelle Reflektion mit den Kollegen des hauptamtlichen Teams und das Miteinander in der Spieleleiter-Gruppe der „phantastischen Sechs“.

Die Begegnungen mit Menschen einer deutlich älteren Generation motivierte die Jugendlichen, an allen 51 Samstagen des Jahres diesen Spielnachmittag in der Seniorenresidenz anzubieten – Und sie werden immer wieder aufs Neue sehnsüchtig erwartet. ffg

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