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Eppstein bereitet sich auf Fusion mit Hofheim und Kriftel vor

Die Stadtmesse bringt die fünf Kirchorte zusammen. Foto: Simone Pawlitzky

Einmal im Jahr verlegt die katholische Kirchengemeinde ihren Gottesdienst auf Burg Eppstein. Am Fuße des Bergfrieds im Burghof schien am Sonntagmorgen pünktlich um 10 Uhr die Sonne, als Pater Gaspar Minja den feierlichen Familiengottesdienst in der besonderen Atmosphäre eröffnete.

Musikalisch begleitet wurde er von Organist Christian Schmitz und der Schola Sankt Michael aus Niederjosbach.

Ein dreckiges T-Shirt hielt Pastoralreferent Johannes Edelmann hoch. „Es muss etwas passieren mit diesem T-Shirt. Es muss sauber und rein werden. Doch ist es die Sauberkeit, die zum Glück führt?“ Die Liturgie an diesem Morgen beschäftigte sich damit, dass das Entscheidende nicht das Äußere sei. Vielmehr gehe es um das, was aus dem Menschen herauskommt, eine gute Tat, der gute Wille. „Es gibt so Vieles, das wir mit den Augen nicht sehen können, wie Güte, Nächstenliebe und Barmherzigkeit“, gab Johannes Edelmann den Gemeindemitgliedern mit auf den Weg. „Für Gott ist es wichtig, wie es in unserem Inneren aussieht.“

Jedes Jahr wechseln sich die Eppsteiner Stadtteile in der Gestaltung des Gottesdienstes ab. „Für die Organisation heute war Eppstein federführend“, erklärte die stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Martina Smolorz. Die Stadtmesse bringe die fünf Eppsteiner Kirchorte zusammen und sei ein wichtiges Element für die weitere Gemeindezusammenführung.

„Wir alle wissen aber auch, das eine weitere Fusion mit Hofheim und Kriftel in den nächsten Jahren ansteht.“ Die Koordinierungsgruppe der Gemeinden treffe sich regelmäßig, berichtete Martina Smolorz. Als nächsten Schritt bereite sie ein Treffen für alle Gemeindemitglieder der Pfarreien Eppstein und Hofheim/Kriftel vor.

Um sich im geselligen Kreis näher kennenzulernen, sind alle Interessierten eingeladen, am Samstag, 13. Oktober, um 13 Uhr gemeinsam vom Eppsteiner Bahnhof nach Hofheim zu fahren und sich zu einer Kirchenführung und Orgelmusik in der Pfarrkirche St. Peter und Paul zu treffen. „Danach geht es mit hoffentlich vielen Hofheimern zurück nach Eppstein“ ebenfalls zur Kirchenführung und Orgelmusik in der Laurentius-Kirche. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit, bei einem Picknick im Pfarrgarten ins Gespräch zu kommen. Jeder könne selbst etwas dazu mitbringen. Für Getränke ist gesorgt.

„Diese Fusion wird sicher eine besondere Herausforderung für jeden von uns.“ Die weiteren Schritte zur Fusion seien vorgezeichnet, so Martina Smolorz. Nach der Pfarrgemeinderatswahl im nächsten Jahr werde ein gemeinsamer Pastoralausschuss Hofheim-Kriftel-Eppstein gebildet, der dann bereits einen neuen Gottesdienstplan ausarbeiten und wichtige Regularien sowie weitere Schritte zur endgültigen Fusion vorbereiten werde. Besonders wichtig sei, dass mehr Bewegung zwischen den Gottesdiensten in anderen Kirchenorten beispielsweise auch mit Fahrdiensten zu Stande komme und, so Smolorz, „die lebendigen Gemeinschaften in den Kirchorten mit ihren Gruppen, Ortsausschüssen und Traditionen erhalten bleiben“.

Nach dem Gottesdienst verweilten viele im Burghof, die Kinder vergnügten sich bei den von Martina Smolorz mitgebrachten Spielen während ihre Eltern ins Gespräch kamen oder beim Stand der fair gehandelten Waren vorbeischauten. Die Kollekte ging an die Flutopfer in Kerala im Südwesten Indiens.pw

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