Sie begannen am Eppsteiner Bahnhof mit ihrer Müllsammelaktion und machten sich in zwei Gruppen auf unterschiedlichen Wegen Richtung Altstadt auf den Weg, eine Gruppe startete über die Fußgängerbrücke Richtung Altstadt, Burgspielplatz und rund um die Eppsteiner Burg. Die zweite Gruppe suchte vom Bahnhofsgebäude aus entlang des Bachs, lief dann durch die Altstadt zum Bürgerhaus, weiter zum Lebensmittelmarkt und Spielplatz In der Müllerwies, den Bach entlang Richtung Lorsbacher Straße, in Höhe der Langenhainer Straße ging es wieder zurück Richtung Glascontainer und zum Bahnhof.
Bestückt mit Zangen, Gummihandschuhen und Haushaltssäcken sammelten die Kinder und die Helfer alles ein, was die Wege und Grünstreifen verdreckte. An den Böschungen des Schwarzbachs war der meiste Müll, beinahe unzugänglich, die Böschung hinab zum Wasser geweht worden. Das hielt die Kinder nicht davon ab, über Zäune und Mauern zu steigen, um die vielen Plakatreste, Trinktüten, Gummibärchen- und Chipstüten oder Dosen einzusammeln.
Bereits vor zwei Jahren hatte der Verein so seinen Beitrag für die Umwelt geleistet. Auf die Frage hin, warum sie Müll einsammeln, antwortete die zehnjährige Emelie: „Ich möchte gerne allen helfen“, der gleichaltrige Erxhan will „ Deutschland sauber halten“ und die ebenfalls zehnjährige Cataleya will der Natur und den Tieren helfen. Der sechsjährige Isak will „aufräumen, damit niemand krank wird“, und Xhensila möchte, dass „Eppstein sauber bleibt!“ Mit-Organisatorin Nicole Machhamer und Andrea Kopecky-Mauer ist es wichtig, den Kindern zu zeigen, was alles an Müll herumliegt.
Dazu war der Verein aktuell eine Woche zu Gast in der Burg-Schule und hat im zweiten Jahrgang eine AG zum Thema Müll gehalten. Dort sollte den Kindern anschaulich gemacht werden, wie viel Müll sie täglich und wöchentlich produzieren, obwohl jedes Kind eine Brotdose dabei hat. Mauer resümierte am frühen Abend nach vier Stunden Müllsammeln: „Die Kinder haben sieben Haushaltssäcke vollbekommen und aus dem Schwarzbach am Spielplatz in Höhe der Müllerwies Fahrräder, Roller und eine große Metallstange für ein Ortsschild herausgeholt und an den Zaun gelehnt.“
Die Kinder des Kidsvereins stellten jedenfalls fest, dass alles viel schöner, sauberer und gesünder wäre, wenn jeder seinen Müll richtig entsorgen würde. So könne jeder Einzelne einen Beitrag für die Gemeinschaft und die Umwelt leisten. ccl

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