Chöre in Zeiten von Corona: Der „Götterfunken“ sprang über

Bei den Chorproben in den Räumen von Botanical kommt fast schon Konzert-Atmosphäre auf.

Ob digital, „Open Air mit Regenschirm“ oder endlich wieder gemeinsam in der 300 qm-Eventlocation – die drei Chöre des GV Liederkranz 1875 Bremthal haben ihre Chorproben nie einschlafen lassen.

Rückblickend war es Chorleiter Ulrich Diehl, der kurz nach dem Lockdown seine Sängerinnen und Sänger zum Projekt „Gemeinsamkeit während der Corona-Krise“ einlud und damit einen Weg vorgab. Die Resonanz war groß, das Ergebnis grandios (siehe Youtube, Stichwort ulrich diehl ode an die freude) und der „Götterfunken“ sprang auf den Liederkranz über.

Bereits am 30. März nahmen 30 Sängerinnen und Sänger des jungen Chors 20vor8Chorisma im digitalen Probenraum Platz. Das Miteinandersingen „screen to screen“ am Montag tat 20vor8Chorisma so gut, dass dem Vorstand ein „Alle-Chöre-Treffen“ in den Sinn kam. Mit einem Piccolo zum „digitalen Anstoßen“ verpackt, überbrachte der Verein die Einladungen damals persönlich. Nach weiteren drei Monaten kam der nächste Schritt: die Open-Air-Probe – „live“ und mit Abstand, und auch der einsetzende Regen auf dem Sportplatz hielt niemanden ab.

Während der Sommerpause suchte der Vorstand dann nach einer geeignet großen Räumlichkeit, in der Singen unter Auflagen wieder stattfinden durfte. Eine schier unlösbare Aufgabe, denn in Bremthal gibt es keine entsprechenden Gemeinschaftsräumlichkeit für Vereine. „Keiner stellt sich vor, wie glücklich wir waren, als Markus Rösmann kurzerhand ein großzügiges Angebot unterbreitete: ‚Ihr sucht 300 qm, ich habe sie‘“, erinnert sich Geis.

„Für Rösmann, Besitzer der Eventlocations Percuma und Botanical und Vorsitzender des Eppsteiner Gewerbevereins IHH, sind Miteinander, Zusammenhalt und gegenseitiges Unterstützen gerade in Zeiten wie diesen mehr als selbstverständlich“, zeigt sich der Vorsitzende des Gesangvereins begeistert. Bei Proben mit Abstand, aber ganz viel Flair und unter Palmen und Kronleuchtern im Botanical komme immer „ein wenig Konzertfeeling“ auf. Wenn das Botanical belegt ist, können die Sängerinnen und Sänger zu Percuma ausweichen und üben dann in kleineren Gruppen und stundenweise. Die erste Stunde gehört dem gemischten und einmal pro Monat dem Frauenchor. Die zweite und dritte Stunde gehören Chorisma, vom Chorleiter aufgeteilt entweder nach Stimmen (z.B. Bass und Alt/Tenor und Sopran) oder „halbiert“.

„Egal wie, es macht schon Freude wieder gemeinsam und in so einem schönen Ambiente zu singen“, resümiert Pressesprecherin Marina Nix.  

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