Die ersten Gäste kamen kurz nach 10 Uhr und bald füllte sich das Buffet mit den mitgebrachten Köstlichkeiten. Erste Stadträtin Andrea Sehr, Vorsitzende der Kommission, hatte für dieses ehrenamtliche Gremium Guillermo Hernandez Sampere, Recep Uzun, Malke Lütgens, Peter Keller und David Cason gewinnen können. Am Samstag waren fast alle dabei, auch Julia Pretsch, in der Stadtverwaltung für Soziales zuständig, hatte sich Samstag Zeit genommen und half als erstes beim Beschriften der Namensschilder. Elisabeth Frake-Rothert, Elfie Helmling und Antje Szymendera, die sich im Asylkreis um Geflüchtete kümmern, hatten einige ihrer Schützlinge aus den Flüchtlingsunterkünften dazu gebeten. Schnell hatten sich Gruppen um die langen Tische versammelt. Die 21-jährige Schams Yasin, die 2023 mit ihren Eltern und fünf Geschwistern aus Syrien nach Deutschland geflüchtet war, erzählte, dass sie nach erfolgreichem Deutschkurs und Schulabschluss am 1. Oktober eine Ausbildung zur Pflegefachfrau in Frankfurt beginnt. Außerdem habe die Familie nach langer Suche endlich eine eigene Wohnung in Kelkheim gefunden und zog nach drei Jahren, in denen sich die Familie ein Zimmer in Eppstein teilen musste, endlich um.
Antje Szymendera berichtete von ihrer Arbeit in der Flüchtlingsunterkunft in der Hauptstraße in Vockenhausen. Jeden Montag von 15 bis 17 Uhr gebe sie dort zusammen mit anderen Helferinnen Nachhilfe-Unterricht. Bis zu acht Kinder, teilweise aus benachbarten Häusern, holen sich dann Hilfe bei den Hausaufgaben. Schwierig sei es, ältere Kinder dafür zu begeistern, vor allem, wenn sie aus bildungsfernen Familien kommen. „Gerade sie brauchen Unterstützung, um in der Schule voranzukommen“, hat Szymendera beobachtet.
Jugendliche Flüchtlinge und ihre Integration in Schule und Gesellschaft war auch Thema der ersten Sitzung der neuen Integrationskommission, berichtete Guillermo Hernandez Sampere: „Wir haben darüber gesprochen, wie wir Eltern besser einbinden können, auch wenn sie nicht gut deutsch sprechen.“ Für die Nachhilfe, aber auch als Paten für einzelne Familien, sucht der Asylkreis immer wieder Helfer oder Helferinnen. Auch die Integrationskommission ist auf der Suche nach weiteren Mitgliedern. Erreichbar ist die Gruppe per E-Mail an integrationskommission[at]eppstein[dot]de. Gefragt sind vor allem Frauen, „damit unser Anteil in der Kommission steigt“, betont Andrea Sehr.bpa

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