Sie folgten dem Aufruf von Ortsvorsteherin Martina Smolorz zur „Ehlhaltener Woche“, die bereits ihr Vorvorgänger Berthold Gruber ins Leben gerufen hatte und die seitdem in unregelmäßigem Rhythmus alle paar Jahre stattfindet.
Entstanden ist die Idee vor 20 Jahren in Bremthal, als Bürgermeister Alexander Simon dort noch Ortsvorsteher war. Damals halfen ganze Schulklassen mit, Vereine übernahmen eigene Projekte. Auch in Ehlhalten gehe es darum, den Ort zu verschönern, sagt Smolorz. Das Wichtigste jedoch sei, „das Gemeinschaftsgefühl zu stärken“. Deshalb freute sie sich, dass auch alle Vereine vertreten waren.
Für Smolorz, die seit 2021 Ortsvorsteherin ist, ist es schon die dritte „Ehlhaltener Woche“, ebenso für etliche Helfer. Zum ersten Mal dabei waren die zehn Jungen und Mädchen der Kinderfeuerwehr, die spontan und mit Feuereifer Bernd Reinhard und Albert Kretschmer halfen, die Hütte an der Schulbushaltestelle am Silberbach zu reinigen. Viel Spaß hatten sie, als sie mit Unterstützung ihrer Gruppenleiter Julia und Christoph Fernandez das Häuschen mit dem Wasserschlauch abspritzen durften. Acht Projekte stellte Smolorz zusammen. Beim Auftakt am Samstag wussten alle bereits, wo sie helfen wollten und hatten zum Teil schon Tage vorher begonnen. Regina Schleicher zum Beispiel hatte zusammen mit Ehemann Horst schon tags zuvor sämtliche Löwenzahnbüschel und andere Wildkräuter aus den Rosenrabatten rund um den Brunnenplatz entfernt. Am Samstag kam Gärtnermeister Sven Meiners mit fachmännischem Knowhow und wertvollen Tipps dazu. Gemeinsam pflanzten sie blühende Bodendecker wie Phlox oder Schleifenblume und einige neue Stauden.
Stefan Bratz beseitigte mit zwei Helfern Moose, Pflanzen und Schmutz von der Friedhofsmauer. Peter Smolorz und Günter Jass schliffen das Holz der Ruhebänke rund um den Dorfplatz ab und trugen einen neuen Anstrich auf. Mit dieser Aufgabe wurden sie am Samstag nicht fertig. Auch die Bänke auf dem Friedhof warteten noch auf frische Farbe. „Deshalb heißt die Aktion auch Ehlhaltener Woche“, sagte Smolorz. „Die meisten Helfer bringen ihre Projekte im Laufe der Woche zum Abschluss.“
Uwe Katzer richtete die Boulebahn für die Sommersaison her und half später Carola Hauser und Bernhard Gruber bei der Grundreinigung der Küche in der Dattenbachhalle. Bernd Weil kümmerte sich um die Reinigung der Duschen und Umkleideräume.
Wer dann noch Zeit hatte, half beim Entfernen von Moos von den Wegen rund um die Dattenbachhalle. Smolorz war begeistert über den reibungslosen Ablauf: „Alle Helfer haben sich ihren Platz gesucht und ohne große Umstände an die Arbeit gemacht“, sagte sie: „Die Helfer waren hoch motiviert und die Stimmung super.“
Körperliche Arbeit macht hungrig und durstig. Deshalb standen Getränke bereit. Mittags saßen alle Helfer in großer Runde vor der Pfarrscheune zusammen, sprachen über ihre Projekte und freuten sich über heiße Würstchen mit Brötchen zur Stärkung. bpa






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