Nach 30 Jahren ist noch lange nicht Schluss

Fröhlicher Abschied für Renate Hilles (v.l.): Margrit Webers, Renates Nachfolger Ralph Mohr (verdeckt), Renate Hilles mit ihren Vertretungen Sabine, Ovid, Carsten Luther und Sigrid Born. Stehend prostet Dietrich Otzen, der auch mit 90 Jahren seinen Rücken in der Gruppe fit hält.Foto: privat

Fröhlicher Abschied für Renate Hilles (v.l.): Margrit Webers, Renates Nachfolger Ralph Mohr (verdeckt), Renate Hilles mit ihren Vertretungen Sabine, Ovid, Carsten Luther und Sigrid Born. Stehend prostet Dietrich Otzen, der auch mit 90 Jahren seinen Rücken in der Gruppe fit hält.Foto: privat

Nach 30 Jahren Rücken Fitness-Programm nahm die langjährige Leiterin Renate Hilles in der vergangenen Woche Abschied von ihren Kursteilnehmerinnen und Teilnehmern, von denen viele auch schon seit Jahren dabei sind. Jeder aus der Gruppe gestaltete eine eigene Seite für Renate Hilles.

Diese losen Blätter wurden zu einem Buch zusammengefasst und ihr zum Abschied überreicht. Die vielen lobenden Worte oder witzige Fotocollagen bieten der langjährigen Kursleiterin in den kommenden Wochen noch viel Lesestoff.

Etliche der Rücken-Fitness-Kursteilnehmer meldeten sich beim legeren Abschiedstreff zu Wort und bedankten sich für die abwechslungsreiche Stundengestaltung oder brachten ein selbst gereimtes Gedicht vor, wie Corinna Hilpert, die mit ihren Reimen alle Anwesenden begeisterte. Auch Hilles Nachfolger Ralph Mohr ließ es sich nicht nehmen, zu dieser denkwürdigen Feier zu kommen.

Ihr Abschied nach 30 Jahren Rücken Fitness heißt für Renate Hilles aber noch lange nicht, dass sie ganz aufhört: Auch nach einer Knie-Operation geht es mit ihr weiter in den beiden Gruppen für Krafttraining und mit einer recht neuen Gruppe „Bewegung mit Stuhl“ – die richte sich insbesondere an ältere Menschen, die sich mit einem Stuhl einfach sicherer fühlen, fasst Hilles zusammen, die 1978 mit ihrem Mann Claus nach Eppstein zog.

In den zahlreichen Kursen, die sie im Laufe von über 45 Jahren bei der TSG geleitet hat, spiegelt sich auch das Leben der heute 77-Jährigen wider: Angefangen habe sie bei der TSG als junge Mutter, die mit ihren beiden Kindern ins Mutter- und Kind-Turnen ging. Als die Gruppe aufgelöst werden sollte, übernahm sie zusammen mit einer anderen Mutter die Leitung. Sechs Jahre lang managte sie die Turnstunden mit zeitweise über 40 Kindern. Dann wechselte sie in den Kraftraum, war später im Lauftreff und ist bis heute in der Nordic Walking-Gruppe aktiv.

„Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer waren immer mein Antrieb bei allen Sportarten, die ich anfing und für die ich mich später weitergebildet und Ausbildungen absolviert habe“, sagt Hilles rückblickend. Sie erinnert sich an Trends wie Gymnastik nach Jane Fonda oder Aerobic. „Heute heißt das schlicht Rückenfitness“, sagt sie.

Im Grunde sei sie ihren eigenen sportlichen und körperlichen Bedürfnissen gefolgt und habe damit auch vielen anderen Menschen helfen können. Sie sagt: „Für mich war es wichtig, dass mich der Sport auch selbst körperlich und geistig fit hält.“bpa

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