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Auszeichnung geht nach Niederjosbach

Die Gewinner des Naturgartenwettbewerbs Traudi und Norbert Ziegler freuen sich über die Auszeichnung.

Foto: Simone Pawlitzky

„Wir waren schon immer Gartenliebhaber“, erzählt Traudi Ziegler aus Niederjosbach und blickt liebevoll auf ihren bunten Naturgarten. Gemeinsam mit ihrem Mann Norbert werkelt sie gerne, kümmert sich um ihre Pflanzen, „und das kann auch den ganzen Tag andauern.“

Dass sie ihren Garten beim Naturgartenwettbewerb anmeldete, „war eine Überraschung für meinen Mann“, lächelt sie und so war die Überraschung umso größer, als das Ehepaar den Wettbewerb gewann.

Anfang Mai schrieb der BUND Eppstein gemeinsam mit der Initiative „Eppstein blüht“ offiziell zum ersten Naturgartenwettbewerb aus, mit dem Ziel in Eppstein naturnahe und blütenreiche Gärten auszuzeichnen, die zur Verbesserung der Lebensräume, der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und zur Erhöhung der Artenvielfalt beitragen. Dreizehn Anmeldungen gingen beim BUND Eppstein ein.

„Diese Gärten haben wir besichtigt“, erzählte Eppsteins BUND-Vorsitzender Klaus Stephan. Er begleitete eine fünfköpfige Jury aus Gartenbauern und Naturfreunden, die die Anlagen nach festgelegten Kriterien prüfte. Dabei wurden auf Merkmale wie Bodendeckung, Begrünung, Naturgartenelemente und Lebensräume sowie Bewirtschaftung geachtet. Sind beispielsweise heimische Bäume oder Obstbäume, Sträucher und Hecken vorhanden, Blumenwiesen, Wasserflächen oder Insektenquartiere. Ausgeschlossen wurden Gärten, in denen chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Mit 51 von 66 Punkten gewann der Garten von Traudi und Norbert Ziegler. „Hier wird mit der Natur gelebt“, freute sich Klaus Stephan und überreichte gemeinsam mit Beisitzer Arno Müller die Siegerurkunde. Landschaftsbauer Frank Forst übergab den passionierten Hobbygärtnern einen Gutschein über 200 Euro für Garten- und Natursachleistungen.

Familie Jährling aus Vockenhausen kam auf Platz zwei und erhielt einen Gutschein über 100 Euro, Familie Schönberg aus Niederjosbach einen 50 Euro-Voucher. „Es ist schön, dass der Garten und die Arbeit, die damit verbunden ist, gesehen und honoriert wird“, freute sich Traudi Ziegler. Und in ihrem Garten gibt es viel zu entdecken. Neben großen, prächtigen Rosen gibt es duftenden Lavendel, der Bienen und Hummeln anzieht, Dahlien und Ringelblumen sowie verschiedene Kräuter wie Salbei und Liebstöckel, einen alten Kirschbaum. „Wir versorgen uns selbst“, erklärt Traudi Ziegler und zeigt auf ihr Gemüsebeet mit Mangold, Lauch, Zwiebeln, Kartoffeln und Kohlrabi.

„Im Frühling haben hier Tulpen und Osterglocken geblüht. Bald kommen die Sonnenblumen“, erzählt sie mehr über ihren immergrünen Garten. Weggeworfen wird ebenfalls nicht viel, sondern vielmehr wiederverwertet und umgestaltet. Aus einer alten Regentonne wurde ein Hochbeet, ein eingerollter Zaun zur Kletterhilfe, ein altes Rohr dient nun zur Wasserversorgung.

„Selbst ich entdecke heute wieder etwas Neues“, bemerkte Landschaftsbauer Frank Forst und deutet auf eine hängende, bepflanzte Suppenkelle. „Wir wollen die Schöpfung bewahren“, das ist Traudi Ziegler und ihrem Mann wichtig. Sie stimmen sich ab und „schon beim Frühstück im Freien überlegen wir uns, was wir als nächstes machen wollen.“ pw

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