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Altstadtinitiative wünscht sich Einbahnstraße auf Probe

Die Workshop-Teilnehmer arbeiteten und sprachen in kleinen Gruppen über neue Projekte. Foto: Julia Palmert

Kreativ und arbeitsintensiv, so beschreibt die Initiative Zukunft Altstadt Eppstein (BI) den Workshop am vergangenen Samstag im ehemaligen Burg-Café, das die Besitzer, Barbara und Karl Ickstadt, für einen Nachmittag geöffnet hatten.

Ute Herrmann vom benachbarten Familienzentrum versorgte die Gruppe mit Kaffee, IHH-Chef Markus Rösmann brachte technisches Equipment wie Beamer und Leinwand mit.

Die 21 Teilnehmer waren intensiv ins Gespräch vertieft, nachdem Moderatorin Reavis Hilz-Ward und Gabriele Erschens-Walldorf die Ergebnisse der bisherigen Treffen und der einzelnen Arbeitsgruppen zusammengefasst hatten.

Einige Ideen griff die Gruppe aus dem Vortrag von „Stadtdenkerin“ Turit Fröbe auf, über deren Vortrag in Eppstein die EZ berichtet hat. Zum Beispiel gab es einige Vorschläge, um die Wahrnehmung der Menschen für die eigene Umgebung zu schärfen und einen liebevollen Blick auch für die weniger schönen Seiten der Heimatstadt zu entwickeln.

Als nächstes, konkretes Ziel will die Gruppe erreichen, dass die Stadtverwaltung Vorschläge zur Verkehrsberuhigung in der Altstadt umsetzt, die bereits 2012 vom damaligen Dialogforum Eppsteiner Altstadt gemacht wurden. Die BI schlägt deshalb vor, versuchsweise und zeitlich begrenzt eine Einbahnstraßenregelung vom westlichen Ende der Burgstraße in Höhe des Bahnhofs bis zum östlichen Ende auszuprobieren – Mit Ausnahme der Firma Eppstein Foils, deren Zufahrt von beiden Seiten aus erreichbar bleiben müsste. Dafür sucht die BI Unterstützer in Verwaltung und bei den Fraktionen im Stadtparlament.

Das Tempolimit 20 km/h in der Burgstraße solle beibehalten werden. Damit Autofahrer nicht schneller fahren, solle die Stadt häufiger die Geschwindigkeit kontrollieren und blinkende Verkehrs-Smileys installieren, lautet ein Vorschlag der Gruppe. Die BI erhofft sich von einer Einbahnregelung, dass die Zahl der Autofahrer deutlich abnimmt und damit der Aufenthalt in der Altstadt für Fußgänger und Bewohner angenehmer wird.

Die einzelnen Arbeitsgruppen Tourismus, Öffentlichkeitsarbeit, Stadtbild und Zukunft des Burg-Cafés stellten am Ende Ziele, mögliche Projekte und Ansprechpartner vor. So werden für das ambitionierte Ziel eines 100-Betten-Hotels in Eppstein sowohl ein Grundstück als auch ein Investor gesucht.

Für einen „Besondere-Plätze-Weg“ wiederum bedarf es vor allem der Mitarbeit möglichst vieler Menschen, die der Initiative ihre Lieblingsorte oder Plätze nennen, die für sie eine besondere Bedeutung haben. Einen ersten Aufruf dazu hat die Altstadtinitiative bereits über die Eppsteiner Zeitung gestartet.

Ein weiteres Projekt könnte sich mit altem Handwerk befassen. Dazu könnten fünf Handwerkshäuser in der Eppsteiner Altstadt exemplarisch für fünf Handwerke stehen und entsprechend präsentiert werden. Auch die Wanderwege rund um Eppstein ließen sich moderner mit neuem Kartenmaterial, neuen Wegweisern und Infotafeln und zum Teil neuen Routen darstellen. Dabei baut die Gruppe auf die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen.

Über Fördermittel hatte sich eine Gruppe um Gabi Sutor bereits in anderen Städten informiert. Sie machte deutlich: Sponsoren finden sich nur für konkrete Projekte. Solche Projekte zu erarbeiten, war eines der Workshopziele.

Die Tourismusgruppe um Markus Rösmann beispielsweise will für ein Studentenprojekt „7 Tage Eppstein“ Studierende aus Eppstein suchen, die sich in Anlehnung an die Projekte der Stadtdenkerin Turit Fröbe eine Woche lang mit ihrer Stadt befassen wollen.

Die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit sucht einen neuen Namen für die Inititative Zukunft Altstadt Eppstein und will bis Mitte April auch ein neues, griffiges Logo präsentieren. Sie startet dazu einen Namenswettbewerb, an dem sich jeder Eppsteiner beteiligen kann. Bis spätestens 23. Februar sollten die Vorschläge an ZukunftAlt stadtEppstein[at]posteo[dot]de geschickt werden.

Beim nächsten Treffen am Mittwoch, 18. März, in der Wunderbar Weiten Welt im Stadtbahnhof wird der neue Name bekannt gegeben. bpa

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