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Altstadt-Initiative organisiert Kreativmarkt im Burg-Café

Ein dickes Lob zollte Dorothea Lindenberg ihren Mitstreitern in der Initiative „Zukunft Altstadt Eppstein“ nach dem jüngsten Treffen Ende November. Fünf Arbeitsgruppen stellten erste Ergebnisse ihrer Treffen vor.

„Sehr lebendig und sehr strukturiert“, lautete Lindenbergs Kommentar zu den Berichten.

Die AG Tourismus/Burg definierte zunächst den Begriff Tourismus. Die Zielgruppe ihrer Arbeit seien Besucher, Einheimische und Neubürger, der Begriff „Fremdenverkehr“ sei deshalb veraltet und nicht mehr zutreffend, führte der Leiter der Gruppe, Markus Rösmann, aus. „Erholung, Erlebnis, Event“ lauteten drei zentrale Begriffe, an denen sich Angebote messen lassen. Gastronomie und Freizeitwirtschaft sollten ein vielfältiges Angebot zu fairen Preisen anbieten und bestenfalls Genuss und ein „Zuhause-Gefühl“ erzeugen. Verfehlt sei ein Tourismus, der nur auf Menschenmassen setzt, laut, schmutzig und unübersichtlich sei. Wichtig sei, dem Gast vor Ort Orientierung zu bieten – zum Beispiel mit digitalen Anzeigetafeln am Bahnhof, die bestenfalls alle aktuellen Angebote in der gesamten Stadt anzeigen.

Die Gruppe will sich künftig einmal pro Monat treffen, um die selbst gesetzten Themen auszuarbeiten und für ein Gesamtkonzept zusammenzusetzen. Bei Exkursionen in andere Städte wollen sie sich dort Anregungen holen.

Die Arbeitsgruppe Stadtbild unter der Leitung des früheren Stadtarchivars Bertold Picard hat sich vorgenommen, die Burgstraße Haus für Haus unter die Lupe zu nehmen und unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, wie jedes einzelne Gebäude den Charakter der Stadt betonen und erhalten könne.

Sie definierte das traditionelle Stadtbild: Dazu gehören weiß verputzte Häuser mit unterschiedlich farbigen Klappläden und betonten Geschossgesimsen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stockwerk. Farbige Fassaden und Fassadenfliesen seien dagegen störend. Die Arbeitsgruppe will ein Konzept unter dem Gesichtspunkt erarbeiten, dass bereits der Weg in die Stadt attraktiv sein solle und nicht nur einzelne Spots in der Altstadt hervorgehoben werden.

Eine Arbeitsgruppe recherchierte in Kronberg und traf sich mit den „Altstadtfreunden Kronberg“. Der 1993 gegründete Verein hat erreicht, dass die Kronberger Altstadt heute autofrei ist. Einiges sei in Eigeninitiative geschaffen worden, wie der Bau eines Brunnens. Martin Alberts von der AG Jugend berichtete von seinen Kontakten zu Lehrern und Schülern an der Freiherr-vom-Stein-Schule.

Die Arbeitsgruppe zur Wiederbelebung des Burg-Cafés will das Café während des Weihnachtsmarkt-Wochenendes für einen kleinen Kunsthandwerkermarkt mit kreativen Arbeiten öffnen und das Wochenende nutzen, um potenzielle Mieter auf das leerstehende Objekt aufmerksam zu machen.

Das nächste Treffen ist für Samstag, 8. Februar, vorgesehen. Dann wollen die Mitstreiter in einem Workshop unter professioneller Moderation an ihren Konzepten arbeiten. Noch nicht bestätigt ist ein Besuch der Stadtplanerin Turit Fröbe aus Berlin, die vermutlich noch im Januar ihr Arbeitskonzept vorstellen will.

Seitens der Stadt gibt es noch nichts Neues. Das vom Ortsbeirat geforderte Verkehrsgutachten für die gesamte Altstadt sei noch nicht in Arbeit, sagte Bürgermeister Alexander Simon auf Anfrage der Eppsteiner Zeitung, der ebenfalls zum Treffen der Altstadt-Initiative gekommen war. Vorrang habe derzeit das Verkehrsgutachten für den Bau eines Kindergartens an der katholischen Kirche. Dieses Gutachten betrachtet nur den Verkehr in der westlichen Burgstraße im Hinblick auf die Zunahme des Verkehrs durch An- und Abfahrten der Eltern zum Kindergarten. Die Verkehrsbelastung rund um den Wernerplatz, Zu- und Abfahrt über die Altstadt zum Schulberg und den Vockenhäuser Hang oder Möglichkeiten einer Umlenkung des Verkehrs werden nicht betrachtet. bpa

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