Waldschäden durch Trockenheit und Borkenkäfer – nur ein Teil der Wahrheit

Ein Blick auf Vockenhausen, wie ihn die Leser Ihrer Zeitung vermutlich seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen bekommen haben: Von der Perspektive Heiligenwald aus.

Der ehemalige Vockenhäuser und Waldbesitzer Hubert Sauer aus Bad Schwalbach schreibt zum Zustand der Wälder: 

Anbei schicke ich ein Foto von Vockenhausen-Mitte/Nord, wie es die Leser Ihrer Zeitung vermutlich seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen bekommen haben: Mit der Perspektive vom Heiligenwald aus! Es führt kein Weg mehr dorthin. Etwas Privatwald dort besitzend, wollte unsereins im Mai dieses Jahres die Schäden dort erkunden.

Die Medien berichten ja ständig über Waldschäden, verursacht durch zwei zu trockene Sommer und Borkenkäferbefall. Das ist zwar zutreffend, aber nur ein Teil der Wahrheit. Im in-spizierten Gebiet – obwohl sehr hoch gelegen – halten sich die Schäden in Grenzen. Kein Wunder, denn Nadelbäume sind dort rar, Buchen und Eichen halten einiges aus! 

Die größten Waldschäden richtet in Hessen, meiner Meinung nach, die Kasseler Institution „Hessen-Forst“ an. In meiner jetzigen Wohngegend (im Untertaunus, Anm. der Red.) wurden riesige Flächen gerodet. Und was mir bei Wanderungen im Eppsteiner Wald unter die Augen kam, war ebenfalls frustrierend. Der Buchautor und Forstwirt Peter Wohlleben sagt im Film „Das geheime Leben der Bäume“, der Anfang des Jahres in die Filmtheater kam: „Den Wald pflegt man am besten dadurch, indem man ihn weitgehend in Ruhe lässt.“ 

Fürwahr, so ist es! In dem mir gehörenden kleinen Waldgebiet ist im vergangenen halben Jahrhundert jedenfalls kein Baum gefällt worden. Die Wälder liefern uns die Luft zum. Atmen; der „Ernte--Wahn“ von „Hessen-Forst“ und anderer Zeitgenossen, die mit Holz Profite machen, müsste unterbunden werden.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Untertaunus
ins Burgstädtchen Eppstein

Hubert Sauer, Bad Schwalbach

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