25 Jahre S-Bahn Haltepunkt Bremthal

Einweihung der Bahnstation Bremthal am 14. Oktober 2001.
            Foto: Heimat- und Geschichtsverein Bremthal

Einweihung der Bahnstation Bremthal am 14. Oktober 2001.

Foto: Heimat- und Geschichtsverein Bremthal

Am 14. Oktober 2026 jährt sich die offizielle Einweihung des Haltepunkts Bremthal zum 25. Mal. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 ist er ein wichtiger Bestandteil der Verkehrsanbindung Eppsteins nach Frankfurt.

Gemeinsam mit dem Stadtbahnhof Eppstein und dem Haltepunkt Niederjosbach verbindet er die Stadtteile durch die Schnellbahnlinie 2 mit der Region. Besonders für die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler nach Frankfurt sowie für Schülerinnen und Schüler ist der Haltepunkt von großer Bedeutung. „Seine gute Nutzung zeigt, welchen Mehrwert die direkte Schienenanbindung für Bremthal bietet“, ist Bürgermeister Alexander Simon überzeugt.

Der Weg zum eigenen Bahnhof war allerdings beschwerlich. Seit 1900 kämpfte Bremthal um einen Haltepunkt an der 1877 eröffneten Bahnlinie Richtung Limburg. Doch zunächst sollte 1913 der Anschluss in Niederjosbach realisiert werden. Bremthal musste rund ein Jahrhundert auf einen eigenen Haltepunkt warten. Durch die neuen Baugebiete, vor allem in der Waldallee, wurde der Wunsch nach der eigenen Station immer stärker. Schließlich sollte der Bahnhof zum Fahrplanwechsel am 1. Mai 2001 eröffnet werden.

Dies gelang nicht ganz, denn der Bau des 210 Meter langen Bahnsteigs war noch nicht fertig. Aus Sicherheitsgründen wurde in Nachtschichten gebaut. Aber noch im gleichen Jahr, am 14. Oktober 2001, fand nach nur einjähriger Bauzeit die Eröffnung unter großer Anteilnahme der Bremthaler statt.

Zur neuen S-Bahn-Station konnte man an diesem Tag kostenlos fahren. So groß war der Andrang, dass es nach dem Zerschneiden des Bandes durch Bürgermeister Ralf Wolter, Ortsvorsteher Helmut Kleindienst und Kreisbeigeordneter Jürgen Hielscher schon nach 50 Minuten nichts mehr zu essen gab, berichtete damals die Eppsteiner Zeitung. Dabei hatte sich der Gesangverein Germania mit der Bewirtung mächtig ins Zeug gelegt: Es gab Brötchen, Wurst und Suppe. Die Blaskapelle Bremthal und die Downtown Jazzband rundeten das Ereignis musikalisch ab. Auch ein Modell des neuen Bremthaler Haltepunktes wurde überreicht. Es ist zusammen mit Fotos und Berichten über das Ereignis am Samstag, 24. Oktober, in einer Jubiläumsschau im Bremthaler Heimatmuseum zu sehen.

„Etwas Unmut gab es damals über die Bezeichnung der Station als Eppstein-Bremthal“, erinnert sich Alexander Simon schmunzelnd. Man habe sich damals nur die Ortsbezeichnung Bremthal gewünscht.

Mit dem Bau des Haltepunkts gingen seinerzeit weitere wichtige Entwicklungen einher: Die Stadt Eppstein erschloss das kleine Wohngebiet oberhalb der Station und stellte die Verbindungsstraße zur Waldallee her. Dadurch wurde das Umfeld nachhaltig aufgewertet und die Erreichbarkeit innerhalb des Stadtteils verbessert. Der Haltepunkt Brem­thal, so Simon, stehe nun seit 25 Jahren für Mobilität, gute Verbindungen und Lebensqualität.

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