Solar-Kapazität auf Hausdächern nutzen

Solarberatung mit Amine Aimut (l.) auf dem Wochenmarkt.
            Foto: Beate Schuchard-Palmert

Solarberatung mit Amine Aimut (l.) auf dem Wochenmarkt.

Foto: Beate Schuchard-Palmert

Mehr Einsatz von Sonnenenergie durch private Hausbesitzer – das ist das erklärte Ziel der Solarkampagne des Energiekompetenzzentrums im Main-Taunus-Kreis. Zusammengenommen bieten die Dachflächen im Kreisgebiet ein enormes Ausbau-Potenzial.

Am Samstag machten zwei Energieberater des MTK mit ihrer Info-Kampagne Station auf dem Wochenmarkt in Eppstein und wurden dort von Eppsteins Klimaschutzmanagerin Julia Schomburg unterstützt.

In Alt-Eppstein lag die Frage nach der Vereinbarkeit von Solaranlage und Denkmalschutz nahe. Regina Luther aus der Burgstraße berichtete, dass sie und ihr Mann schon seit einiger Zeit darüber nachdenken, wie die Auflagen für die Altstadt seien. Die Antwort von Energieberater Amine Aimut lautete: „Grundsätzlich ist eine solche Anlage auch in einem Denkmalschutzgebiet möglich“, allerdings, so Aimut, müsse die Anlage mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Dafür sei eine Detailplanung des ausführenden Betriebs notwendig. Die meisten Fragen kamen zur Größe der Anlage im Verhältnis zum geplanten Verbrauch oder zu den Möglichkeiten der technischen Ausstattung: Von intelligenter Steuerung bis zur KI-fähigen Anlage und vom Balkonkraftwerk bis zur Insellösung, also einer autarken Anlage ohne Netzanschluss, für ein ganzes Haus.

Albert und Lucia Kretschmer aus Ehlhalten wollten wissen, ob sie eine überwiegend eigengenutzte Solaranlage anmelden müssen, auch über den Einbau eines schwarzstartfähigen Wechselrichters wurde diskutiert. Er bewirkt, dass die Solaranlage nach einem Stromausfall aus eigener Kraft wieder hochfahren kann, ohne dafür Strom aus dem öffentlichen Netz zu benötigen. Wichtig sei bei allen Anlagen, dass sie von einer zugelassenen Firma korrekt abgenommen wird, betonte Aimut. Die meisten Anlagen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Während der Solar-Infokampagne lud die Stadt am Tisch nebenan zu ihrem zweiten Neubürgertreff in diesem Jahr ein. Zu den Neuhinzugezogenen gehören auch Ursula Roth und ihr Mann. Begeistert schilderte die Rentnerin, dass sie in den ersten Wochen in Eppstein schon mehr Menschen kennengelernt habe als in den Jahrzehnten an ihrem früheren Wohnort.

In der Eppsteiner Zeitung habe sie über den Neubürgertreff auf dem Wochenmarkt gelesen und die Gelegenheit genutzt, sich über das Leben in der Burgstadt zu informieren. Nach einem intensiven Gespräch mit Burgfräulein Nathalie und Junker Patrick stand für Ursula Roth fest, dass sie dem Burgverein beitreten werde. bpa

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