Osterspaziergang führt in das Jahr 1776

Die Westhälfte der Burg wurde 1776 von den Hessen verlassen und verfiel. Kolorierte Umrissradierung, 1817.
            Repro: Stadt- und Burgmuseum Eppstein.

Die Westhälfte der Burg wurde 1776 von den Hessen verlassen und verfiel. Kolorierte Umrissradierung, 1817.

Repro: Stadt- und Burgmuseum Eppstein.

Auf Burg Eppstein zieht der Wind durch die Wohnräume. Die Heizkosten steigen immens. Das einst fürstliche Schloss in der Westhälfte der Burg ähnele eher einem wüsten Loch, schimpft der hessische Beamte.

Ihn treffen am Ostermontag, 6. April, die Teilnehmer des Osterspaziergangs, zu dem das Eppsteiner Burgmuseum alljährlich einlädt. Unter dem Titel „Von den Hessen verlassen“ geht die Zeitreise bis in das Jahr 1776.

Vor 250 Jahren wurde Eppstein für die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt bedeutungslos. Sie zog den Beamten von Burg Eppstein ab. Längst war die zum fürstlichen Schloss ausgebaute Westhälfte in einem baulich schlechten Zustand. Die Spaziergänger erleben eine Zeit, die geprägt ist von Streitereien der Stadt mit den Burgherren Kurmainz und Hessen-Darmstadt. Sie treffen, dank Unterstützung der Eppsteiner Burgschauspieler, auch auf die Bewohner des kleinen Städtchens, die zwei Herren dienen müssen.

Der Osterspaziergang beginnt am 6. April um 14 Uhr am Stadtbahnhof Eppstein. Ab sofort ist eine Anmeldung per E-Mail an monika.rohde-reith[at]eppstein[dot]de oder unter der Telefonnummer (0 61 98) 305-131 möglich. Erwachsenen zahlen 9 Euro, Kinder 4 Euro.

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