Auch die Zeit der vorherigen Holzkapelle, die vor über 300 Jahren völlig marode geworden, abgerissen werden musste. Die Anstrengungen, die die einfachen Handwerker und Bauern unternahmen, einen eigenen Gebetsraum zu bekommen, waren enorm. Nur durch deren Spenden von insgesamt 1242 Gulden konnte die Michaelskirche im Mai 1732 genehmigt und gebaut werden.
Spannende Details zum Wandel des Innenraums wurden auch anhand von alten Fotos dargestellt, zum Beispiel der barocke Hochaltar, der dem Bildersturm 1950 zum Opfer fiel, die 14 Nothelfer, das sehr alte Michaelsbild, das vermutlich aus der Holzkapelle stammt und gerettet werden konnte. Manches wurde in den 1970er Jahren als alte Werte erkannt, vom Kirchenspeicher geholt und neu in Szene gesetzt. So läutet bis heute bei jeder Trauerfeier die Marienglocke von 1637 an der Trauerhalle. Andere Glocken wurden zu den Weltkriegen für Kriegsgerät eingeschmolzen. Deshalb wurden 1955 die heutigen Glocken im Ehlhaltener Kirchturm feierlich eingeweiht, wovon auch einige Fotos erzählten. Sie klingen in den Tönen des „Te de-um“ und sind nach Christus-Michael-Wendelin benannt.
Auch Zeitzeugen brachten sich ein und erzählten von ihren Erlebnissen aus den Wandlungszeiten der Kirche. Gelegenheit dazu bot sich im Anschluss an die Führungen bei Kaffee, Kuchen und dm Dämmerschoppen in der Sakristei, den Brunhilde Racky vorbereitet hatte.


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